Probier seltene Schokoladen aus Oaxaca – von reinem Kakao bis zu süßen Tafeln – geführt von jemandem aus einer Schokoladenfamilie der Zoque. Hör persönliche Geschichten, genieße Kakao-Toast mit Bio-Sauerteigbrot in entspannter Atmosphäre und rundet das Erlebnis mit einem hausgemachten Getränk ab. Hier geht’s nicht nur ums Schmecken, sondern ums Eintauchen in eine alte Geschichte.
Die Erfahrung dauert etwa 2 Stunden.
Ja, sie ist perfekt für Veganer, Familien und alle, die sich für Schokoladenkultur interessieren.
Du probierst 15–20 verschiedene Kakaosorten und Schokoladen sowie ein Sandwich mit Kakao-Toast auf Sauerteigbrot.
Ja, Babys sind willkommen, wenn sie auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen oder im Kinderwagen dabei sind; es gibt auch eine andere Tour speziell für Kinder.
Ja, am Ende gibt es ein hausgemachtes Getränk auf Kakaobasis als Teil der Verkostung.
Der Kakao stammt aus der Region Oaxaca und ist eng mit dem Erbe der Zoque-Familie unseres Gastgebers verbunden.
Ja, in der Nähe des Treffpunkts gibt es gute öffentliche Verkehrsanbindungen.
Ja, Assistenztiere sind bei dieser Aktivität willkommen.
Dein Besuch umfasst geführte Verkostungen von 15–20 regionalen Kakao- und Schokoladensorten (von rein bis gesüßt), ein Kakao-Toast-Sandwich mit Bio-Sauerteigbrot in entspannter Pause sowie ein abschließendes hausgemachtes Getränk – alles begleitet von einem Mitglied einer Oaxacan Zoque-Schokoladenfamilie in einer kleinen, persönlichen Gruppe.
Das Erste, was mir auffiel, war der Duft – warm, fast erdig, aber süßer als erwartet. Wir hatten uns gerade in einen ruhigen Raum abseits der geschäftigen Straßen von Oaxaca zurückgezogen, und unser Gastgeber, der sich als Teil einer Zoque-Schokoladenfamilie vorstellte, mahlte bereits etwas von Hand. Das Geräusch war leise, aber gleichmäßig. Ich versuchte, nicht zu sehr auf seine Hände zu starren (sie bewegten sich so schnell), aber ehrlich gesagt war es fast hypnotisch. Er lächelte, als er mich beobachtete, und sagte etwas darüber, dass jede Charge mit Geduld beginnt – „paciencia“, wiederholte er, fast wie eine kleine Lektion.
Wir starteten die Verkostung mit reinem Kakao – ganz ohne Zucker. Das überraschte mich; bitter, aber nicht scharf, eher wie der Geruch nach Regen als etwas, das ich je gegessen hatte. Unser Guide erklärte, dass genau das die Geschmackswelt seiner Großeltern aus der Isthmus-Region war. Etwa fünfzehn bis zwanzig kleine Schalen standen nebeneinander, jede in einem anderen Braun- oder Rottton. Einige waren mit lokalem Honig gesüßt, andere mit Agave oder sogar Piloncillo. Einmal versuchte ich „Tejate“ auszusprechen (das traditionelle Getränk), und Li – die Frau neben mir – lachte so sehr, dass sie fast verschüttete. Ich denke immer noch an diesen Geschmack: kühl, nussig, fast blumig.
Mitten drin machten wir eine Pause mit einem Sandwich aus Kakao-Toast und Sauerteigbrot – ehrlich gesagt hatte ich nicht erwartet, dass es mir so gut schmeckt. Das Brot war warm und zäh, und der leichte Schokoladenduft blieb danach noch an meinen Fingern haften. Währenddessen erzählte unser Gastgeber immer wieder von den Traditionen seiner Familie und warum bestimmte Kakaobohnen nur in bestimmten Tälern Oaxacas wachsen. Es war kein Stress, eher das Gefühl, wir könnten den ganzen Nachmittag zuhören, wie er von Ernten und alten Rezepten erzählt.
Zum Schluss probierten wir noch ihr Hausgetränk – kräftig, aber nicht schwer – und plötzlich war alles vorbei. Draußen in der hellen Sonne Oaxacas zu stehen fühlte sich seltsam an nach all den intensiven Aromen und Geschichten, die in meinem Kopf kreisten. Man merkt oft erst, wie viel man mitnimmt, wenn man wieder ins Tageslicht tritt.

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