Tauche ein in die ruhige Welt des Westsees in Hanoi – rieche frische Lotusknospen, lerne von Einheimischen, wie echter Lotus-Tee von Hand gemacht wird, brühe deine eigene Tasse und genieße traditionelle Süßigkeiten. Freu dich auf Lacher bei der Aussprache und vielleicht eine neue Wertschätzung für Geduld.
Am meisten überrascht hat mich der Geruch – sanft, nicht wirklich blumig, eher wie frischer Regen und Reisfelder. Wir standen nur wenige Schritte vom Westsee entfernt, als unsere Führerin (ich glaube, sie hieß Hien) mir ein Lotusknospe reichte und dabei lächelte. Sie zeigte uns, wie die Staubgefäße gesammelt werden – winzige goldene Fäden, die fast zu zerbrechlich wirkten, um sie anzufassen. Ich versuchte „gạo sen“ auszusprechen, wie sie es tat, doch sie lachte leise und korrigierte mich. Es fühlte sich an, als würde man in ein Familiengeheimnis eingeweiht.
Der Workshop war ganz entspannt. Wir saßen im Schneidersitz auf niedrigen Kissen, während Hien erklärte, dass über tausend Lotusblüten nötig sind, um nur ein Kilo dieses Tees herzustellen. Der Prozess klang fast unmöglich – tagelang grüner Tee, der mit frischen Staubgefäßen geschichtet wird, dann wieder warten. Sie ließ uns den echten Lotusduft und günstigere aromatisierte Tees vergleichen; man konnte sofort den Unterschied riechen. Der echte Tee hatte eine feine Süße, die auch nach dem Probieren noch nachklang.
Das Aufbrühen war ein eigenes Ritual – das Wasser musste genau die richtige Temperatur haben und langsam gegossen werden, damit die Blätter nicht verletzt werden. Ich hatte etwas Mühe mit meiner Teekanne (ein bisschen verschüttet), aber das störte niemanden. Beim ersten Schluck spürte ich eine sanfte Bitterkeit, gefolgt von einer süßen Note, die länger im Mund blieb als erwartet. Dazu gab es kleine vietnamesische Süßigkeiten – leider erinnere ich mich nicht mehr an die Namen – und wir sprachen darüber, dass diese Tradition früher nur Gelehrten und Königen vorbehalten war. Hien klang dabei ganz stolz.
Ich denke noch oft an diesen Moment am Fenster, wie das Sonnenlicht auf den See fiel und ich das Gefühl hatte, den Sommer selbst zu trinken. Es ging nicht nur um Tee – es war, als würde Hanoi für einen Moment langsamer atmen, geteilt in kleinen Tassen.
Die Erfahrung umfasst eine Verkostung von hochwertigem Westsee-Lotus-Tee, traditionelle vietnamesische Snacks, praktische Anleitung zum Aufbrühen, kulturelle Geschichten mit Fragerunde, ein Begrüßungs-Kräutergetränk, Gepäckaufbewahrung (bis zu 3 Tage) und auf Wunsch ein Zertifikat oder PDF-Anleitung.
Der Workshop findet nahe dem Westsee (Hồ Tây) in Hanoi statt und konzentriert sich auf die authentische Lotus-Tee-Tradition dieser Region.
Ja, der Lotus-Tee Workshop in Hanoi ist rollstuhlgerecht zugänglich.
Ja, Babys und kleine Kinder sind willkommen; Kinderwagen sind erlaubt, und Babys müssen auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen.
Echter Westsee-Lotus-Tee wird mit frischen Lotus-Staubgefäßen hergestellt, die über mehrere Tage in grünem Tee eingelegt werden; aromatisierte Tees enthalten künstliche Düfte oder Zusätze.
Ja, während der Verkostung werden traditionelle vietnamesische Snacks zusammen mit dem Lotus-Tee serviert.
Ja, es gibt praktische Anleitungen zu Wassertemperatur, Ziehzeit, Mischverhältnissen und der richtigen Technik für authentischen vietnamesischen Lotus-Tee.
Ja, in der Nähe des Workshops am Westsee in Hanoi gibt es gute Anbindungen an öffentliche Verkehrsmittel.
Dein Tag beinhaltet Verkostungen von hochwertigem Westsee-Lotus-Tee zusammen mit traditionellen vietnamesischen Snacks und Süßigkeiten; praktische Übungen zum Aufbrühen deiner eigenen Tasse; kulturelle Geschichten mit Fragerunde von erfahrenen Einheimischen; ein Begrüßungs-Kräutergetränk; Gepäckaufbewahrung für bis zu drei Tage; sowie auf Wunsch ein Zertifikat oder eine PDF-Anleitung, bevor du wieder in den Trubel Hanois eintauchst.


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