Pack deine Schürze aus und koche mit einem lokalen Koch in San Sebastian klassische baskische Gerichte – Gilda-Pintxos, Tortilla und sogar burnt cheesecake. Danach genießt ihr gemeinsam das Essen mit Sidra und Wein. Lachen über missglückte Wendungen und Geschichten zu jedem Rezept inklusive. Vollgestopft und mit Rezepten und Schürze in der Hand gehst du nach Hause.
Kennst du das Gefühl, wenn du ein fremdes Zuhause betrittst und sofort der Duft von Zwiebeln in der Pfanne in die Nase steigt? Genau so begann unser baskischer Kochkurs in San Sebastian – nur war das „Zuhause“ ein altes Restaurant im Viertel Gros, das extra für uns geöffnet wurde. Der Koch (Iñaki – er bestand darauf, dass wir ihn so nennen) empfing uns mit einem breiten Lächeln und verteilte gleich Schürzen. Ich hatte erst Schwierigkeiten, meine zu binden, aber das war niemandem wichtig. Wir waren nur acht Leute, es fühlte sich eher nach einem Treffen unter Freunden an. Die Küche hatte schwere Holzarbeitsplatten, und das Licht, das durchs Fenster fiel, tauchte alles in ein warmes Gold. Immer wieder schaute ich zu den Regalen mit den vielen Sidra-Flaschen.
Iñaki startete mit den Gilda-Pintxos – Sardelle, Olive und Paprika auf einem Zahnstocher. Er zeigte mir, wie man den Zahnstocher richtig dreht, damit alles zusammenhält (meiner fiel trotzdem auseinander). Erst stieg der Essig- und Salzgeschmack in die Nase, dann kam die Tortilla dran: Eier, Kartoffeln, Zwiebeln. Jeder durfte sie in der Pfanne wenden – ich hatte echt Schiss, dass sie mir runterfällt, aber irgendwie hab ich’s geschafft, ohne mich zu blamieren. Jemand fragte nach dem burnt cheesecake, und Iñaki lachte: Der sei hier aus Versehen entstanden („wie die meisten guten Dinge“). Während der Kuchen im Ofen war, schenkte er Txakoli aus – und zwar aus großer Höhe, das ist hier Tradition. Es spritzte überall hin, schmeckte aber frisch und spritzig.
Als wir uns dann an den Tisch setzten, um das selbstgekochte Essen zu genießen – die Pintxos ordentlich aufgereiht wie kleine Soldaten, warme Tortilla-Stücke, der Cheesecake noch leicht wackelig in der Mitte – merkte ich, wie hungrig ich geworden war. Es gab auch baskischen Sidra dazu, trocken und herb, ganz anders als zu Hause. Beim Essen tauschten wir Geschichten aus und probierten unser bestes Spanisch (oder in meinem Fall eher das schlechteste). Zum Schluss bekamen wir gedruckte Rezepte und eine Schürze zum Mitnehmen – meine riecht noch Wochen später leicht nach Zwiebeln. Ich denke oft an den Moment, als alle kurz still wurden, nachdem sie den Cheesecake probiert hatten.
Der Kurs findet in einem historischen Familienrestaurant im San Sebastianer Viertel Gros statt.
Die Gruppen sind klein, mit maximal 10 Teilnehmern pro Kurs.
Du lernst Gilda-Pintxos, spanische Tortilla (Kartoffelomelett) und baskischen burnt cheesecake zuzubereiten.
Ja, du isst alle zubereiteten Gerichte als komplettes Mittagessen mit baskischem Sidra und zwei Gläsern Wein.
Ja, alle Rezepte werden gedruckt ausgehändigt, damit du sie zu Hause nachkochen kannst.
Leider ist der Kurs nicht für Gäste mit Mobilitätseinschränkungen oder Rollstühlen geeignet.
Der Kurs bietet glutenfreie (nicht Zöliakie), alkoholfreie und vegetarische/vegan-freundliche Optionen.
Ein Hotel-Transfer ist nicht enthalten, aber es gibt gute öffentliche Verkehrsanbindungen in der Nähe.
Dein Tag beinhaltet eine praktische Anleitung von einem Profi-Koch in einer privaten Küche im Gros Viertel von San Sebastian; alle Zutaten; vier Gerichte mit passenden Getränken (komplettes Essen); gedruckte Rezepte; und eine Schürze als Souvenir, bevor du wieder in die Stadt aufbrichst.


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