Du fährst auf den kunanyi/Mt Wellington mit atemberaubender Aussicht, schlenderst über den Salamanca Market mit Musik und Essen (nur samstags), probierst Käse im Dorf Richmond und fütterst zum Abschluss Kängurus im Bonorong Wildlife Sanctuary – mit Abholung direkt vom Kreuzfahrthafen oder Hotel.
„Richtig tasmanisch bist du erst, wenn der Wind dich auf kunanyi umhaut“, scherzte unser Fahrer, als wir oben am Mt Wellington ausstiegen. Dass mir der Wind tatsächlich den Hut vom Kopf riss, hatte ich nicht erwartet – hätte besser auf ihn hören sollen. Die Luft dort oben ist klar, fast süßlich, und die ganze Stadt Hobart breitet sich unter uns aus wie auf einer Landkarte. Unser Guide zeigte auf kleine Viertel und den Fluss, der sich um sie schlängelt. Ich starrte immer wieder auf die hereinziehenden Wolken – als könnten sie uns verschlucken, wenn sie wollten. Es ist verrückt, wie nah einem von oben alles vorkommt, und gleichzeitig wie weit weg das normale Leben unten scheint.
Als nächstes ging’s zum Salamanca Market (nur samstags geöffnet – also lohnt sich das Timing). Es ist ein lebendiges Durcheinander: Straßenmusiker mit Geigen, jemand grillt Würstchen, Kinder flitzen mit klebrigen Fingern zwischen den Ständen hindurch. Ich probierte eine Scheibe Wallaby-Salami – sagen wir mal, kein Gericht, das ich vermissen werde, aber hey, wenn man schon mal in Tasmanien ist. Eine ältere Dame verkaufte handgestrickte Schals und erzählte mir von ihrem Schaf Daisy. Daisy hasst Regen, liebt aber Jazz. Hier nehmen sich die Leute Zeit für Geschichten.
Richmond empfing uns mit goldenem Sandstein und Geschichten von Sträflingen – unser Guide verstand es, Geschichte weniger wie Schulstoff und mehr wie Klatsch klingen zu lassen. Wir schlenderten über Australiens älteste Brücke (von Sträflingen gebaut; wenn man genau hinsieht, sieht man ihre Initialen im Stein). Das Mittagessen war entspannt und bodenständig – eine Pie aus einer Bäckerei, die nach Butter und Holzrauch roch. Bei Wicked Cheese machten wir Halt für eine Verkostung; der Blauschimmelkäse haute mich fast um (im besten Sinne). Ich kaufte etwas zum Mitnehmen, aber es schaffte es nicht mal bis zum Abendessen.
Der letzte Halt war das Bonorong Wildlife Sanctuary. Überall Kängurus – eins versuchte mir beim Unaufmerksamsein an der Schnürsenkel zu knabbern, während ein Tierpfleger uns von den Tasmanischen Teufeln erzählte (die schreien wirklich; das ist gleichzeitig unheimlich und witzig). Man kommt den Tieren so nah, dass es anfangs fast ungewohnt ist, aber dann entspannt man sich einfach. Als wir gingen, stand die Sonne schon tief, alles war golden und still, nur die Rufe aus dem Sanctuary hallten leise nach. Manchmal denke ich noch an die Aussicht vom kunanyi, wenn es zuhause mal wieder laut wird.
Die Tour dauert einen ganzen Tag mit mehreren Stopps, darunter Mt Wellington, Salamanca Market (samstags), Richmond, das Weinbaugebiet Coal River Valley, Wicked Cheese und Bonorong Wildlife Sanctuary.
Nein, der Salamanca Market ist nur samstags im Programm, da er nur an diesem Tag geöffnet hat.
Ja, die Abholung und Rückfahrt vom Kreuzfahrthafen sind Teil der Tour.
Ja, Babys sind willkommen; Kinderwagen sind erlaubt und Babys müssen während der Fahrt auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen.
Du kannst Kängurus, Tasmanische Teufel und weitere einheimische australische Tiere hautnah erleben.
Nein, ein festes Mittagessen ist nicht enthalten; du hast Zeit, in Richmond selbst zu entscheiden, wo du essen möchtest.
Bei schlechtem Wetter wird der Rosny Lookout als Ersatz angefahren, der ebenfalls tolle Ausblicke auf Hobart bietet.
Weinproben sind optional im Drink Tasmania Tasting House in Richmond möglich; die Käseverkostung bei Wicked Cheese ist kostenlos.
Dein Tag umfasst Abholung und Rückfahrt vom Kreuzfahrthafen Hobart oder nahegelegenen Hotels, bequemen Transport mit Live-Kommentar eines erfahrenen lokalen Guides, Eintritt ins Bonorong Wildlife Sanctuary für hautnahe Tierbegegnungen sowie eine kostenlose Käseverkostung bei Wicked Cheese vor der Rückfahrt am Abend.


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