Du bist bei einer Familie in Tokyo zu Gast, faltest Origami, machst gemeinsam Udon-Nudeln und Sushi, teilst Geschichten beim Mittagessen mit unbegrenztem Sake oder Softdrinks. Nach Matcha-Tee und Süßigkeiten nimmst du deinen Namen in Kalligrafie als besonderes Andenken mit nach Hause.
„Du bist ja früh!“ rief Keiko und winkte hinter einer kleinen blauen Tasche mit dem „homecoming TAKA“-Logo hervor. Ich hatte es gerade noch rechtzeitig zum JR Omori Bahnhof geschafft – vielleicht war ich etwas nervös? Der Weg zu ihrem Haus fühlte sich an, als würde man heimlich in jemandes echtes Leben eintauchen: ruhige Straßen, ein winziger Schrein, der zwischen den Bäumen hervorlugte, diese Ruhe, die man in Shibuya vergeblich sucht. Keikos Mann zeigte mir einige Gartenblumen, die ich nicht kannte. Wir lachten über meine Schuhe (definitiv nicht gemacht fürs Nudelteig-Kneten). Also ja, das hier war kein gewöhnlicher Food-Tour-Trip durch Tokyo.
Als erstes falteten wir Papierkraniche – Origami ist viel kniffliger, wenn die Hände vor Aufregung oder zu viel Kaffee zittern. Keiko zeigte mir, wie man die Flügel richtig knickt; meine waren schief, aber sie meinte, das hätte „Charakter“. Dann wurde es ernst mit dem Essen. Udon-Nudeln machen heißt, barfuß im Socken auf dem Teig herumzutreten (das hatte ich nicht erwartet) und das Kneten unter den Füßen zu spüren, während alle kichern. Das Mittagessen verging im Flug: Gyoza rollen, Sushi-Reis formen und Gerichte probieren, die ich nicht aussprechen konnte – Keikos Frau schob immer wieder kleine Teller mit neuen Leckereien heran. Das wichtigste Stichwort hier ist „Japanischer Kochkurs in Tokyo“, denn hier bist du nicht nur Zuschauer, sondern mittendrin, mit Mehl an den Ellbogen und viel Spaß.
Nach meiner zweiten Sake-Runde (oder war es Shochu?) verlor ich völlig das Zeitgefühl. Der Raum roch nach Sojasauce und etwas Süßem – wahrscheinlich die lokalen Süßigkeiten, die wir nach dem Mittagessen mit Matcha genascht haben. Alle versuchten, den grünen Tee aufzuschäumen; meiner war zu schaumig, aber das störte niemanden. Ein besonderer Moment war, als Keiko sich hinsetzte, um meinen Namen in Kalligrafie zu schreiben – sie fragte, wie man ihn richtig ausspricht, und malte ihn dann so sorgfältig auf buntes Papier, dass man fast gerührt war. Meinen Namen habe ich noch immer auf meinem Schreibtisch zu Hause.
Der Abschied fiel schwerer als gedacht – Keikos Mann wischte sich die Augen und scherzte, dass er bei Abschieden immer emotional wird. Sie begleiteten uns zurück zum Omori Bahnhof und winkten, bis wir um die Ecke verschwanden. Wenn du in Tokyo einen Tag erleben willst, der sich eher wie eine liebevolle Aufnahme anfühlt als wie eine weitere Sehenswürdigkeit auf der Liste… dann ist das hier genau richtig.
Die Erfahrung dauert etwa 4 Stunden, vom Treffen am JR Omori Bahnhof bis zur Rückkehr.
Nein, es gibt keinen Hotel-Abholservice; Treffpunkt ist der zentrale Ausgang des JR Omori Bahnhofs um 10:30 Uhr.
Ja, Vegetarier und Veganer können alle Gerichte mit passenden Alternativen genießen.
Du faltest Origami, bereitest Matcha-Tee mit Süßigkeiten zu und bekommst ein kalligrafisches Namenssouvenir.
Ja, inklusive sind Sake, Bier, Shochu und Softdrinks.
Der Kurs findet im Zuhause einer lokalen Familie nahe JR Omori Station in Tokyo statt.
Babys sind willkommen, müssen aber während der Aktivitäten auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen.
Nein, Vorkenntnisse sind nicht nötig – die Gastgeber führen dich Schritt für Schritt.
Dein Tag beginnt mit dem Treffen am JR Omori Bahnhof, gefolgt von einem achtminütigen Spaziergang zum Haus der Gastgeber. Dort bekommst du eine Schürze für Origami und das gemeinsame Herstellen von Udon-Nudeln. Zum Mittagessen gibt es Sushi, Gyoza und kleine japanische Gerichte mit unbegrenztem Sake, Bier oder Softdrinks. Zum Abschluss genießt du Matcha-Tee mit Süßigkeiten und nimmst dein kalligrafisch geschriebenes Namenssouvenir mit nach Hause.


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