Du ziehst in Tokyo einen unkomplizierten Kimono an und nimmst an einer kleinen Gruppe für einen praktischen Matcha-Teezeremonie-Workshop teil. Koste seltenen japanischen Matcha mit traditionellen Süßigkeiten, lerne von einer englischsprachigen Einheimischen alles über Tee und nimm das Wissen mit, wie du zuhause deine eigene Schale zubereitest – und vielleicht eine neue Wertschätzung für ruhige Momente.
Ich hätte nie gedacht, dass ich nervös werde, einen Kimono in Tokyo anzuziehen – und doch war ich genau so: Überall Ärmel, lachend mit zwei anderen Reisenden, während unsere Gastgeberin Emi uns zeigte, dass es gar nicht so kompliziert ist. Der Stoff fühlte sich weich und kühl auf meinen Armen an. Ein leichter Duft von Tatami-Matten und etwas Süßem lag in der Luft, vielleicht der saisonale Snack neben den Teetassen. Es ist verrückt, wie schnell man vergisst, dass man in einer riesigen Stadt wie Tokyo sitzt, wenn man so auf dem Boden sitzt.
Emi startete den Matcha-Workshop, indem sie uns aus gefühlt hundert kleinen Dosen wählen ließ – japanischer Matcha oder Matcha aus dem Ausland (ich wusste gar nicht, dass es da so große Unterschiede gibt). Mit sanftem Stolz erklärte sie jede Sorte. Wir rochen daran, bevor wir den Matcha aufschlugen; manche dufteten grasig, andere fast cremig. Mein erster Versuch mit dem Bambusbesen war… naja, nicht perfekt. Emi lächelte und meinte, so fängt jeder an. Die ganze Atmosphäre war viel entspannter, als ich erwartet hatte – viel weniger steif, als ich mir eine japanische Teezeremonie vorgestellt hatte. Vielleicht lag es an ihren englischen Witzen oder daran, wie sie uns ermutigte, Fragen zu stellen – über Tee und all die kleinen Umgangsformen.
Dann kam der Moment, in dem man endlich die eigene Schale Matcha probiert – dickflüssig, fast samtig – und für einen Moment alles still wird, nur ein leises „mmm“ ist zu hören. Der Snack (ich glaube, es war Yatsuhashi?) passte perfekt zur leichten Bitterkeit. Ich dachte immer wieder daran, wie viel Liebe in so etwas scheinbar Einfaches steckt. Selbst jetzt, wenn ich zuhause grünen Tee zubereite, erinnere ich mich an Emis Tipps zur Wassertemperatur und daran, langsamer zu machen. Ob ich das Aufschlagen je perfekt hinbekomme, weiß ich allerdings nicht.
Der Workshop dauert in der Regel etwa 1,5 bis 2 Stunden.
Ja, ein einfacher und bequemer Kimono wird als Teil des Erlebnisses gestellt.
Du solltest Socken tragen, da der Raum Tatami-Matten hat; falls du keine dabei hast, kannst du vor Ort welche kaufen.
Ja, traditionelle japanische Snacks werden zusammen mit dem Matcha serviert.
Kinder sind willkommen, müssen aber den vollen Preis bezahlen.
Ja, der Veranstaltungsort ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Du kannst hochwertigen japanischen Matcha probieren und ihn mit Sorten aus dem Ausland vergleichen.
Dein Tag beinhaltet den Verleih eines unkomplizierten Kimonos (kein langes Anziehen), alle Utensilien für die Teezeremonie vom Gastgeber, exklusive Verkostungen von hochwertigem Matcha aus Japan und dem Ausland sowie saisonale japanische Snacks während der Session, bevor es zurück ins lebhafte Tokyo geht.


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