Du betrittst einen ruhigen Tee-Raum in Kyoto, lernst von einer lokalen Gastgeberin jede Geste der Matcha-Zubereitung und machst deine eigene Schale Tee. Genieße dazu traditionelle Süßigkeiten und spüre die Ruhe, die entsteht, wenn alle gemeinsam langsam und achtsam handeln – ein Erlebnis, das lange nachwirkt.
Wir zogen unsere Schuhe aus, die Socken an (meine hatte ich vergessen, aber vor Ort gab es welche für 200 ¥) und folgten leise den anderen Gästen in einen Tatami-Raum nahe der Station Karasuma Oike. Unsere Gastgeberin – sie stellte sich als Yuki vor – begrüßte uns mit einer sanften Verbeugung und einem Lächeln, das mich sofort entspannen ließ, obwohl ich befürchtete, etwas falsch zu machen. Die Luft roch leicht grasig vom Matcha, und es herrschte eine angenehme Stille, nur unterbrochen vom leisen Plätschern des Wassers. Dass ich mich nur beim Hinsetzen nervös fühlen würde, hatte ich nicht erwartet, aber hier bewegt sich wirklich jeder mit großer Sorgfalt.
Yuki erklärte jeden Schritt mit ruhiger Stimme und erzählte, warum jede Bewegung wichtig ist – nicht nur, wie man Matcha aufschlägt, sondern auch, was es bedeutet, so aufmerksam zu sein. Zuerst zeigte sie es uns: wie sie das Tuch faltet, die Schale genau dreht. Ihre Hände zu beobachten war fast hypnotisch. Dann waren wir dran. Mein Aufschäumen war… sagen wir mal „leidenschaftlich“, und sie lachte leise, als mein Schaum etwas wild wurde. Der Matcha schmeckte viel intensiver als alles, was ich sonst kannte – erdig und leicht bitter, dazu probierten wir kleine saisonale Süßigkeiten (ich glaube, meine hatten Yuzu?), die das perfekt ausglichen.
Mir gefiel, dass niemand hetzte. Selbst wenn jemand die Schale fallen ließ oder eine Frage zweimal stellte, nickte Yuki nur geduldig und wartete. In der Gruppe waren auch andere Reisende – ein Spanier versuchte „Danke“ auf Japanisch zu sagen, was alle zum Kichern brachte. Es fühlte sich weniger wie ein Kurs an, sondern eher wie ein kleiner, vertraulicher Einblick. Nach der Zeremonie kann man Schalen oder Tee kaufen; ich überlege noch, mir eine für mein Küchenregal zu holen, auch wenn ich zugeben muss, dass ich es wohl nie so elegant hinbekommen werde wie Yuki.
Die Sitzung dauert in der Regel etwa 60 Minuten.
Kinder unter 6 Jahren oder mit Dolmetscherbedarf müssen den Privatplan buchen.
Etwa 5 Gehminuten von der U-Bahn-Station Karasuma Oike entfernt.
Bitte bring Socken mit oder trage sie; vor Ort gibt es welche für 200 ¥, falls du keine hast.
Du bekommst zwei Schalen Kyoto-Matcha (eine von der Gastgeberin, eine von dir selbst zubereitet) plus saisonale japanische Süßigkeiten.
Ein Standard-Kimono wird nicht angeboten, aber vor Ort kann man für 1.500 ¥ einen Uchikake-Mantel anprobieren.
Nein; nach Beginn der Sitzung und dem Abschließen der Türen ist kein später Einlass möglich, und eine Rückerstattung erfolgt nicht.
Dein Besuch beinhaltet zwei Schalen Kyoto-Matcha (eine von der Gastgeberin, eine von dir selbst zubereitet), traditionelle saisonale japanische Süßigkeiten, alle Utensilien und einen ruhigen Tatami-Raum nur wenige Minuten von der Station Karasuma Oike entfernt. Socken sind Pflicht, können aber vor Ort gekauft werden, falls du deine vergessen hast.


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