Erkunde Taipeis historisches Dadaocheng mit einem lokalen Guide, schlendere über traditionelle Märkte, rieche Gewürze und koste Snacks. Danach kochst du in kleiner Runde klassische taiwanesische Gerichte von Grund auf selbst. Mittagessen gibt’s gemeinsam mit Geschichten und viel Spaß. Du nimmst neue Kochskills mit – und vielleicht sogar eine Schürze, die du überraschend gern hast.
Um 9:30 Uhr so wach zu sein, hatte ich nicht erwartet – aber Dadaocheng hat einfach diesen Effekt. Der Duft von Weihrauch und getrockneten Kräutern lag in der Luft, während wir durch die engen Gassen schlenderten. Alex, unser Guide und am Ende ein echter Freund, zeigte uns kleine Schreine zwischen den Teeläden. Ich versuchte „Dihua“ richtig auszusprechen, doch Li lachte – ich hab’s wohl total verhauen. Der Markt summte schon vor Leben; alte Damen feilschten um Rettiche, jemand schnitt Schweinefleisch im gleichmäßigen Rhythmus, der fast wie Musik klang, wenn man genau hinhörte.
Wir hielten an einem Stand, wo Alex uns kleine Tassen warme Sojamilch reichte – nussig, ganz anders als zu Hause. Er erzählte, wie manche Zutaten hier Familienrituale bedeuten; Youfan, der taiwanesische Risotto, ist zum Beispiel ein Geburtstagsessen für Babys. Beeindruckend, wie er mühelos zwischen Englisch und Mandarin wechselte. Ein Händler gab mir einen getrockneten Pilz zum Riechen – er roch gleichzeitig erdig und süß. Hätte nie gedacht, dass ich mal so auf Pilze abfahre.
Der Kochkurs fand oben in einem gemütlichen Raum über dem Straßenlärm statt. Schürzen an (meine war viel zu groß, aber egal), und dann ging’s los mit der Vorbereitung vom Schweinebauch für Luroufan. Alex erzählte Geschichten von den Rezepten seiner Großmutter. Das Messer fühlte sich schwerer an als gedacht – vielleicht lag’s an den Nerven? Wir schnitten, rührten und probierten alles zwischendurch. Mein Reis klebte irgendwann am Topfboden, aber das störte niemanden; Alex zuckte nur mit den Schultern und meinte, so merkt man, dass es hausgemacht ist. Zum Mittagessen gab’s genau das, was wir gekocht hatten: einfache Schalen mit geschmortem Schweinefleisch und so vielen Geschmacksschichten, dass ich noch jetzt daran denke.
Mit vollem Bauch und einem digitalen Rezept in der Mail verließ ich den Kurs – plus einer Schürze, die ich wahrscheinlich nie wieder anziehen werde, aber auch nicht wegwerfen kann. Der Rückweg durch Dadaocheng nach dem Essen fühlte sich anders an; vielleicht langsamer oder einfach vertrauter.
Der Kurs läuft täglich außer montags, jeweils von 9:30 bis ca. 12:30 Uhr.
Ja, der Kurs wird auf Englisch, Chinesisch und etwas Japanisch geleitet – Sprachbarrieren gibt es keine.
Dienstags gibt’s Youfan (taiwanesischer Risotto), mittwochs und samstags geschmorte Rindernudelsuppe, donnerstags gebratenen Reis (auch vegetarisch), freitags und sonntags Luroufan (geschmortes Schweinefleisch mit Reis).
Bitte gib Allergien oder Einschränkungen vor der Buchung an; kurzfristige Änderungen vor Ort sind leider nicht möglich.
Ja, du isst das, was du gemeinsam gekocht hast – inklusive Getränke.
Kinder unter 12 Jahren sind kostenlos dabei, wenn sie nicht mitkochen; möchten sie aktiv mitmachen, bitte Plätze reservieren.
Maximal sechs Teilnehmer pro Kurs, damit es persönlich und interaktiv bleibt.
Ja, der Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht, kinderwagenfreundlich und Servicehunde sind willkommen.
Dein Vormittag startet mit einem geführten Spaziergang durch Dadaochengs historische Gassen und lebhafte Marktstände, während Alex spannende Geschichten erzählt. Alle frischen Zutaten für dein Gericht werden gestellt – dazu gibt’s Kaffee, Tee oder Softdrinks während des Kurses. Anschließend genießt du dein selbstgekochtes taiwanesisches Mittagessen oben im Raum. Später bekommst du das Rezept digital (Englisch/Chinesisch/Japanisch) und am Ende gibt’s sogar eine Schürze zum Mitnehmen.


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