Du radelst durch Krakau Altstadt, genießt Streetfood in Kazimierz, hältst am Platz der Ghetthelden und hörst Geschichten, die lange nachklingen. Mit einem holländischen Guide, der jede Abkürzung und jede spannende Story kennt.
Fast wäre ich gleich vor dem Fahrradladen auf den Kopf gefallen – so begann meine Radtour durch Krakau. Unser holländischer Guide Erik grinste nur und stellte meinen Sattel höher („Holländischer Stil“, meinte er – höher als ich es je gewagt hätte). Die Stadt fühlt sich auf dem Rad ganz anders an, als würde man durch verschiedene Zeitschichten gleiten – auf dem Marktplatz summte es schon vor Blumenständen und der Duft von frischem Brot lag in der Luft. Aus dem Turm der Marienkirche erklang Trompetenmusik, die sich im kühlen Morgen seltsam nachhallte.
Wir flitzten am Planty-Park entlang, wichen Spaziergängern und Tauben fütternden älteren Herren aus. Erik zeigte auf die Jagiellonen-Universität – hier studierte Kopernikus, was mich klein und irgendwie stolz machte, daran vorbeizufahren. Im jüdischen Viertel Kazimierz hielten wir an einem kleinen Stand für eine Zapiekanka (polnisches Fladenbrot mit Belag). Die Frau hinterm Tresen hatte einen trockenen Humor und warnte mich: „Fallen lassen heißt, du musst eine neue kaufen.“ Der Käse war heiß und zerlaufen – besser als erwartet.
Die Stimmung änderte sich, als wir ins ehemalige Ghetto fuhren. Der Platz der Helden des Ghettos besteht heute aus leeren Stühlen – Erik erklärte uns die Bedeutung, ließ uns aber auch schweigend stehen. Ich hätte nie gedacht, dass Metallstühle auf einem Platz so viel Gefühl auslösen können. Unser letzter großer Halt war Schindlers Fabrik; wir gingen nicht rein, sondern hörten draußen Eriks Geschichte über seinen polnischen Großvater im Krieg. Für einen Moment herrschte Stille, nur ein Kind versuchte nebenan ein Rad aufzusetzen.
Als wir zurück durch den Planty-Park Richtung Florianstor und Barbakan fuhren, fühlten sich meine Beine wie Pudding an, aber ich wollte noch nicht aufhören. Krakau mit dem Rad zu entdecken hat etwas Ehrliches – man ist Teil des Alltags, statt nur Zuschauer hinter Glas. Erik winkte uns zum Abschied mit einem „doei!“ (das kann ich immer noch nicht richtig aussprechen), und den ganzen Abend dachte ich an die stillen Momente in Kazimierz.
Die Tour dauert mehrere Stunden und führt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie Altstadt, Kazimierz und Schindlers Fabrik.
Ja, alle Fitnesslevels sind willkommen und die Fahrräder werden vor der Tour bequem eingestellt.
Du besuchst den Marktplatz, die Jagiellonen-Universität, die Wawelburg, Kazimierz (jüdisches Viertel), den Platz der Ghetthelden, Schindlers Fabrik, den Planty-Park, das Florianstor und mehr.
Es gibt eine Pause, um in Kazimierz eine Zapiekanka zu probieren, Essen ist aber nicht im Preis enthalten.
Ja, ein holländischsprachiger Guide begleitet die Gruppe durch Krakau.
Die Tour startet bei einem zentralen Fahrradverleih in der Altstadt auf der Slawkowska-Straße.
Du kannst bei der Buchung zwischen klassischen holländischen Fahrrädern und modernen E-Bikes wählen.
Ja, am Start- und Endpunkt gibt es gute Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr.
Dein Tag beinhaltet ein klassisches holländisches Fahrrad oder ein modernes E-Bike (du entscheidest), einen erfahrenen holländischen Guide, der an jeder Station spannende Geschichten erzählt, sowie Pausen – unter anderem eine, um in Kazimierz eine Zapiekanka zu probieren – bevor du das Rad wieder im Laden abgibst.


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