Zieh ein traditionelles Samue an und lerne die Grundlagen der Shamisen von einem erfahrenen Musiker in einem alten Holzhaus in Kyoto. Genieße Pausen mit grünem Tee, lach über verpatzte Töne und spiele bei einer Jam-Session live mit. Nimm Fotos, neue Erinnerungen und ein kleines Andenken mit – ein Stück von Kyotos Musikwelt für zu Hause.
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Die Stunde selbst war überraschend entspannt. Er zeigte uns, wie man die Shamisen hält (ich verwechselte ständig links und rechts – er grinste und holte für einen anderen Gast eine Linkshänder-Version raus). Die Saiten summten unter meinen Fingern, rauer als gedacht. Ab und zu spielte er eine Phrase vor und nickte mir zu, es zu versuchen. Es gab Pausen – anfangs etwas unbeholfen, später fast meditativ. Zwischendurch machten wir eine Teepause; der Dampf roch frisch und süßlich. Wir sprachen über Kyotos Musikszene, seine Lieblingsfeste und wie schwer es ist, solche Stunden auf Englisch zu finden.
Am meisten denke ich an die Jam-Session am Ende zurück – er spielte einfach mit, was ich irgendwie zustande brachte, und machte daraus fast eine richtige Melodie. Es gab diesen Moment, in dem alle einfach nur lauschten, still bis auf das Saitenspiel. Das fühlte sich echt an, nicht gestellt oder touristisch. Zum Abschied bekam jeder von uns ein kleines Andenken – ich verrate nicht, was genau – und er bot an, Fotos zu machen (mein Griff an der Shamisen sah total wackelig aus, aber egal). Als ich wieder in die Kyoter Luft hinaustrat, wurde mir klar: Ich hatte tatsächlich ein Lied gelernt – oder zumindest fast.
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