Mit Helm und klopfendem Herzen steigst du tief unter den Burren hinab, bis du unter Europas längster Stalaktit stehst – in gespenstischer Stille. Danach kannst du den Eco-Trail über der Erde erkunden und frische Landluft genießen. Ein Erlebnis, das noch lange nachhallt, wenn du die letzten Stufen erklommen hast.
Als erstes fiel mir das Geräusch auf – das Kratzen von Stiefeln auf Stein, ein dumpfes Echo, das von den Kalkwänden zurückprallte, während wir in die Doolin Cave eintauchten. Unsere Führerin Aisling verteilte mit einem Lächeln Helme („In fünf Minuten werdet ihr mir dankbar sein“). Die Luft veränderte sich sofort – kühler, leicht feucht, aber angenehm. Man roch Erde und etwas metallisches, ganz dezent. Wir quetschten uns durch eine enge Stelle (ich habe mir den Helm wohl ein- oder zweimal angestoßen), und Aisling erzählte, wie zwei Einheimische die Höhle 1952 zufällig entdeckten. Ich versuchte mir vorzustellen, wie sie damals nur mit Laternen und Mut hier runtergekrochen sind.
In der Haupthalle herrschte eine fast ehrfürchtige Stille – als wüsste jeder, dass gleich etwas uraltes, fast magisches vor uns liegt. Dann schaltete sie ihre Taschenlampe an und da war sie: Europas größte Stalaktit, riesig und doch zerbrechlich zugleich. Fast unwirklich, als hätte jemand einen gläsernen Kronleuchter aus einer anderen Welt herabgelassen. Das Licht ließ feine Mineraladern schimmern, und wenn man genau hinsah, tropfte noch Wasser von der Spitze. Aisling meinte, sie wiegt zehn Tonnen. Ich kann das bis heute kaum fassen.
Beim Aufstieg (125 Stufen, aber mit Pausen, damit man sich nicht wie ein Held fühlen muss) zitterten meine Beine, aber ich war irgendwie glücklich? Vielleicht war es Erleichterung oder einfach das Gefühl, wieder frische Luft und Grasduft zu riechen. Draußen liefen wir noch ein Stück über den Eco-Trail – überall blühten Wildblumen, und Schafe schauten uns neugierig an, als wären wir ungebetene Gäste. Dieses Schweigen unter der Erde bleibt mir immer wieder im Kopf; es wirkt länger nach, als man denkt.
Die Doolin Cave befindet sich etwa 70 Meter unter der Erdoberfläche im Kalkstein des Burren.
Die Führung dauert insgesamt etwa eine Stunde, inklusive Ab- und Aufstieg.
Nein, wegen der 125 Stufen und unebenem Gelände ist die Tour für Personen mit Mobilitätseinschränkungen oder bestimmten gesundheitlichen Problemen nicht zu empfehlen.
Eine leichte Jacke oder einen Pullover, da es drinnen konstant etwa 11°C (52°F) kalt ist. Außerdem feste Schuhe oder Stiefel – offene Schuhe sind nicht erlaubt.
Familien sind willkommen, aber alle Besucher müssen sicher Treppen steigen können. Bei Unsicherheiten bezüglich kleiner Kinder am besten vorher beim Personal nachfragen.
Ja, Besucher der geführten Tour können kostenlos vor Ort parken.
Nein, Helme werden vor Ort gestellt, da einige Passagen niedrig sind.
Du kannst den etwa 1 km langen Eco-Trail über der Erde laufen und eine Töpferei besuchen, die Ton aus dem Gletscherlehm der Gegend verwendet.
Dein Besuch umfasst fachkundige lokale Guides während der gesamten Tour, die Bereitstellung eines Schutzhelms, kostenlosen Parkplatz direkt bei der Doolin Cave und Zugang zum 1 km langen Eco-Trail über der Erde nach der Höhlenbesichtigung.


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