Du fährst kurvige Bergstraßen mit erfahrenen Guides durch Ha Giangs wilde Pässe und Dörfer. Teilt Mahlzeiten mit Einheimischen in Stelzenhäusern, gleitet über den Nho Que Fluss unter hohen Klippen und wachst auf in nebligen Tälern. Wer Vietnam pur erleben will – mit schlammigen Stiefeln inklusive – wird diese Tour lange nicht vergessen.
Das Erste, woran ich mich erinnere, ist, wie die Berge plötzlich auftauchten – nicht langsam, sondern als hätte jemand einen Vorhang zurückgezogen. Kaum waren wir aus Ha Giang Stadt raus, grinste unser Guide Minh und zeigte auf die Wolken, die sich an den Gipfeln festhielten. Ich roch feuchte Erde und etwas Blumiges in der Luft (vielleicht Jasmin?), und mein Helm fühlte sich ein bisschen zu groß an. Die Motorräder summten wie Bienen, als wir den Bac Sum Pass hochfuhren; manchmal hielt ich bei den engen Kurven den Atem an. An der Quan Ba Heaven Gate gab uns Minh von einer Straßenverkäuferin süße Reiskuchen – warm in meiner Hand, klebrig und auf seltsame Weise tröstlich. Dass ich mich dort oben so klein fühlen würde, hatte ich nicht erwartet.
Mittagessen gab’s in Tam Son – Nudeln in einer Brühe so klar, dass man bis auf den Boden der Schüssel sehen konnte. Danach wanderten wir zur Lung Khuy Höhle, wo es kühl und hallend war, Wasser irgendwo versteckt tropfte. Später, im Dorf Lung Tam, zeigten uns Frauen, wie sie Brokat aus Flachs weben; ihre Hände bewegten sich so schnell, dass ich kaum mithalten konnte. Mein Versuch, „xin chào“ zu sagen, brachte eine Runde Kichern hervor (Li lachte am lautesten). Zum Abend fuhren wir nach Yen Minh und zu unserer Unterkunft – ein Stelzenhaus, das unter den Füßen knarrte, überall roch es nach Essen, und jemand reichte „happy water“ herum (hausgemachter Mais-Schnaps). Das brannte zwar, machte einen aber mutig genug, Karaoke mit Fremden zu probieren.
Der nächste Morgen begann früh – mit Hähnen und fernen Motorengeräuschen. Die Fahrt durch den Dong Van Karst Plateau Geopark fühlte sich an wie in einem Gemälde: Kalksteinfelsen türmten sich über grüne Täler, Wolken hingen so tief, dass man sie fast mit den Zehen berühren konnte. Der Tham Ma Pass ist berühmt für seine Serpentinen; mein Herz schlug dort lauter als der Motor. Am Lung Cu Flag Tower kletterten wir hoch und hatten Blick bis zur chinesischen Grenze – oben wehte der Wind, die Fahnen knatterten laut wie Schüsse. Das Dorf Lo Lo Chai unten war still, nur Kinder jagten Hühner zwischen den Steinhäusern.
Am dritten Tag fuhren wir zum Nho Que Fluss – diese Farbe gibt’s nirgendwo sonst, ein unfassbares Grün. Die Bootsfahrt durch die Tu San Schlucht war still, nur das Wasser schlug gegen das Holz; alle starrten zu den steilen Wänden, die scheinbar endlos in den Himmel ragten. Später fuhren wir durch Reisterrassen bei Sa Li und machten Halt an einem alten französischen Bunker (Minh erzählte Geschichten über seinen Großvater, der hier kämpfte). Die letzte Nacht im Dorf Du Gia war voller Lachen und klebrigem Reis, den wir im Schneidersitz auf Bambusmatten aßen. Nach Mitternacht regnete es heftig – das Blechdach trommelte so laut, dass kaum jemand schlafen konnte.
Ich denke noch oft an den Morgen, als wir zum Wasserfall in Du Gia liefen: kalter Nebel im Gesicht, taube Füße im eiskalten Wasser – aber das war egal. Auf der Rückfahrt nach Ha Giang roch meine Jacke nach Regen und Holzrauch; Minh winkte zum Abschied mit beiden Händen, während wir zum letzten Mal die Helme abnahmen. Nicht alles lief glatt (meine Beine tun noch weh), aber ehrlich gesagt? Ich würde keinen Moment missen wollen.
Nein, aber es gibt öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe, um zum Startpunkt in Ha Giang Stadt zu kommen.
Die Gruppen sind klein – etwa 10 Teilnehmer plus lokale Guides auf den Motorrädern.
Ja, täglich sind Frühstück und Abendessen in Restaurants oder bei Familien in Homestays enthalten.
Ja, ein englischsprachiger Guide begleitet die gesamte Tour.
Du übernachtest drei Nächte in gemütlichen Homestays – meist traditionelle Stelzenhäuser – in den Dörfern entlang der Route.
Ja, Regenmäntel und Schutzkleidung sind für alle Fahrten inklusive.
Nein, wegen der Straßenverhältnisse und körperlichen Anforderungen ist die Tour für Babys und Schwangere nicht geeignet.
Ja, am dritten Tag gibt es eine einstündige Bootsfahrt durch die Tu San Schlucht.
Deine vier Tage beinhalten Motorradtransfers mit erfahrenen Fahrern (Benzin inklusive), einen englischsprachigen lokalen Guide, Eintrittskarten wo nötig – zum Beispiel für die Lung Khuy Höhle – und eine malerische Bootsfahrt auf dem Nho Que Fluss. Bei schlechtem Wetter bekommst du Regenkleidung und Schutz. Jede Nacht verbringst du in familiär geführten Homestays, dazu gibt es täglich Frühstück und Abendessen mit Einheimischen, bevor es am vierten Tag am späten Nachmittag zurück nach Ha Giang Stadt geht.
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