Erkunde Valencias lebendige Viertel bei einer echten Tapas-Tour – teile kleine Gerichte in vier verschiedenen lokalen Bars und probiere alles von Meeresfrüchte-Kroketten bis zum süßen Mistela-Wein. Mit einem freundlichen Guide, der dich zu versteckten Orten führt und Familiengeschichten erzählt, fühlst du dich eher wie bei Freunden zum Abendessen als als Tourist.
Ganz ehrlich, ich hätte den Treffpunkt fast verpasst, weil mich der Duft von Orangen an einem kleinen Obststand in der Nähe abgelenkt hat. Unsere Guide Marta winkte mir lachend zu – kein Vorwurf, einfach diese entspannte valencianische Herzlichkeit. Gleich erzählte sie von der „picaeta“ (ich hab’s wahrscheinlich falsch ausgesprochen), so nennen die Einheimischen ihren Abend-Snack: viele kleine Häppchen, die alle teilen. Das gefiel mir sofort. Die Sonne stand noch tief, doch man spürte, wie die Stadt in den Abendmodus schaltete – Kinder flitzten zwischen den Tischen, Leute riefen sich von der Straße Grüße zu.
Die erste Bar war so unscheinbar, dass ich fast dran vorbeigelaufen wäre. Drinnen: kühle Fliesen unter den Händen, das Klirren von Tellern und der würzige Duft von Jamón in der Luft. Wir probierten esgarraet (geröstete Paprika mit Kabeljau), das gleichzeitig salzig und süß war – hätte ich nicht erwartet, mochte ich aber so sehr, dass ich den Teller abgekratzt habe. Marta schenkte uns Gläser mit lokalem Wein ein (sie nannte ihn „Mistela“, süß und goldfarben) und erzählte Geschichten von ihrem Großvater, der am Malvarrosa-Strand fischte. An einem anderen Tisch begann jemand leise zu singen; niemand störte sich daran.
Beim dritten Stopp verlor ich völlig das Zeitgefühl – und wie viele Tapas wir schon hatten. Es gab Meeresfrüchte-Kroketten, die mir fast die Zunge verbrannten (aber das war es wert), Tortilla de Patatas, die ganz anders schmeckte als meine zuhause, und kleine Coca-Brote mit einem rauchigen Belag, den ich bis heute nicht benennen kann. Einmal lachte Marta, als ich versuchte, auf Spanisch zu bestellen – anscheinend reimt sich „bravas“ nicht auf „canvas“. Die ganze Tour fühlte sich eher an wie ein Abend mit Freunden als eine klassische Food-Tour. Das Laufen zwischen den Bars war fast das Schönste: enge Gassen voller Lachen, alte Männer, die Karten an offenen Fenstern spielten.
Ich ging satt, aber nicht vollgestopft – einfach glücklich. Dieses Teilen von Tellern in Valencia hat etwas, das dich für ein paar Stunden dazugehören lässt. Noch heute, wenn ich den Duft von gerösteter Paprika rieche oder Gläser klirren höre, denke ich an diesen Abend zurück – wie leicht es war, für eine Weile Teil dieser Stadt zu sein.
Die Tour umfasst vier verschiedene lokale Bars oder Restaurants.
Ja, an allen Stationen gibt es genug Tapas für ein komplettes Abendessen.
Ja, du bekommst vier Getränke (lokaler Wein oder Bier), jeweils eins pro Station.
Ja, alle Bereiche und Wege der Tour sind rollstuhlgerecht.
Du probierst traditionelle valencianische Gerichte wie esgarraet, Tortilla de Patatas, Meeresfrüchte-Kroketten, Iberischen Schinken, Käse, Patatas Bravas, Titaina del Cabanyal und Dessert.
Nein, es gibt keinen Hoteltransfer; der Treffpunkt ist zentral in Valencia.
Nein, vegane und glutenfreie Ernährung kann bei dieser Tour nicht berücksichtigt werden.
Ja, der Treffpunkt ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Dein Abend umfasst vier besondere Stopps in lokalen Bars oder Restaurants Valencias mit etwa 10–12 traditionellen Tapas (genug für ein Abendessen), vier Gläsern regionalem Wein oder Bier – darunter Mistela – und einem englischsprachigen Guide, der dir auf dem Weg spannende Geschichten erzählt.


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