Du paddelst durch ruhige Kanäle nahe Amsterdam mit einem lokalen Guide, lachst bei Kaffee im Dorfhaus, genießt ein Picknick auf einer Insel (für alle Ernährungsweisen) und bekommst einen Einblick in das echte alte Holland – bevor du mit schlammigen Schuhen und neuen Geschichten zurück in die Stadt fährst.
Die Tour umfasst eine kurze Busfahrt plus Paddeln und Mittagessen; insgesamt solltest du mehrere Stunden inklusive Transfers einplanen.
Ja, der Hin- und Rücktransfer von Amsterdam Noord nach Waterland mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist inklusive.
Ja, das Picknick bietet vegetarische/vegane und glutenfreie Alternativen an.
Nein, Vorkenntnisse sind nicht nötig; die Kanus bieten Platz für 2-3 Personen und es gibt durchgehend Anleitung.
Man sollte schwimmen können; Schwimmwesten werden während der Tour zur Sicherheit gestellt.
Bequeme Kleidung, die nass oder schmutzig werden darf; je nach Wetter auch Wechselkleidung oder Regenzeug.
Kinder sind willkommen, müssen aber von einem Erwachsenen begleitet werden; bei bestimmten gesundheitlichen Einschränkungen ist Vorsicht geboten.
Dein Tag beinhaltet den Hin- und Rücktransfer mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Amsterdam Noord nach Waterland, eine fachkundige Begleitung während der Kanutour, Nutzung der Kanus mit Schwimmwesten, zwei Getränke pro Person, ein Picknick mit vegetarischen/veganen und glutenfreien Optionen sowie Zeit im Dorfhaus vor der Rückfahrt nach Amsterdam.
Als wir in Waterland aus dem Bus stiegen, spürte man sofort die andere Luft – kühler, etwas erdig und fast süß vom nassen Gras. Unser Guide Pieter winkte uns zu einem kleinen Dorfhaus herüber (so eins mit den spitzen Giebeln, wie man sie aus alten Gemälden kennt) und reichte uns dampfende Tassen starken Kaffees. Ich war noch halb verschlafen, doch mit einem Scherz über den holländischen Regen lockerte er die Stimmung auf. In Zweier-Teams stiegen wir in die Kanus – meine Partnerin war eine Deutsche, die noch nie gepaddelt hatte, aber irgendwie steuerten wir trotzdem geradeaus.
Die ersten Minuten versuchte ich vor allem, sie nicht nasszuspritzen, doch dann fanden wir unseren Rhythmus. Das Zauberwort hier heißt „Waterland Kanu-Tour“ – ein Land aus Wasser, verbunden durch Schilf und schmale Wasserwege. Überall Vögel – manche kannte ich, andere nicht – und manchmal hörte man nur ihre Rufe und das leise Platschen der Paddel. Pieter zeigte uns ein Storchennest auf einem Telefonmast, das jedes Jahr wieder besetzt wird. Der Duft von nassem Holz und eine fast würzige Note aus den Pflanzen blieb mir besonders im Kopf – daran denke ich noch oft.
Etwa auf halber Strecke legten wir an einer winzigen Insel zum Picknick an. Nichts Aufwendiges: Brot, Käse, Tomaten, Gurkenscheiben – aber nach dem Paddeln schmeckte es einfach perfekt. Es gab auch vegetarische Optionen (als jemand nach glutenfrei fragte, nickte Pieter – daran hatte er gedacht). Dort zu sitzen, die Füße über den Rand baumeln zu lassen und fünf Minuten lang die Sonne zu spüren – es fühlte sich an, als wären wir in eine andere, kaum bekannte Seite Hollands eingetaucht.
Auf dem Rückweg war es ruhiger – vielleicht waren alle müde oder einfach tief im Genießen. Noch einmal hielten wir am Dorfhaus, bevor es mit dem Bus zurück nach Amsterdam Noord ging. Schuhe matschig, Arme müde – aber ehrlich? Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich nach nur fünfzehn Minuten so weit weg von der Stadt fühlen würde. Noch immer sehe ich den Blick über das Schilf, während wir heimwärts glitten.
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