Füttere gefährdete Giraffen im Giraffe Centre, höre Rettungsgeschichten bei Sheldrick Wildlife Trust und probiere dich im Perlenmachen bei Kobe Beads – inklusive Abholung vom Hotel. Kleine Überraschungen und ehrliche Momente, die lange nachwirken.
Wer hätte gedacht, dass mich Giraffenzungen so nervös machen? Im Giraffe Centre vor den Toren Nairobis sind sie länger als erwartet – warm und leicht klebrig – und die Rothschild-Giraffen stecken ihren Kopf direkt zu dir, um ihr Leckerli zu holen. Unser Guide Peter lachte, als ich zusammenzuckte (er meinte, das passiert jedem beim ersten Mal). Er erzählte, wie alles mit nur zwei Giraffen begann und mittlerweile eine ganze Familie hier herumstreift. Die Sonne stand noch tief, die Luft roch nach frischem Gras – ehrlich, ich hätte stundenlang zusehen können, wie sie mit ihren langen Wimpern blinzeln.
Danach fuhren wir zum Sheldrick Wildlife Trust. Dort ist nur eine Stunde Besuchszeit am Vormittag, deshalb herrschte eine gespannte Ruhe am Zaun. Als die Elefantenbabys herausgebracht wurden – manche kaum größer als ich – fühlte ich mich sofort beschützerisch. Jeder hatte seine eigene Geschichte: Eine verlor ihre Mutter durch Wilderei, ein anderes wurde bei einer Überschwemmung getrennt. Die Pfleger kannten jeden kleinen Tick der Tiere auswendig. Überall roch es nach Milchpulver und Schlamm, und ich schwöre, ein Kalb hat versucht, meine Schnürsenkel mit dem Rüssel zu lösen. So nah bei geretteten Tieren zu sein, bleibt einem tief im Herzen.
Unser letzter Halt war Kobe Beads, etwas weiter draußen, sodass wir auf der Fahrt mehr von Nairobis Randvierteln sahen (und jede Menge Motorräder). Drinnen war es ruhig; Frauen formten mit ruhiger Hand Tonperlen, während leise Musik aus einem Handy spielte. Wir durften selbst ein paar Perlen rollen (meine waren eher klobig, aber hey, das ist schwieriger als es aussieht). Sie zeigten uns, wie jede Perle bemalt und gebrannt wird – so viel Geduld steckt in jedem einzelnen Stück. Zum Abschluss gab es Chai und eine kleine Tanzvorführung, die alle für einen Moment zusammenbrachte, bevor es zurückging.
Ich denke immer noch gern an den Moment zurück, als ich die Giraffen fütterte – wie sanft sie waren, obwohl ich etwas unbeholfen war. Wenn du Nairobi nicht nur kurz erleben willst, ist dieser Tagesausflug eine tolle Möglichkeit. Nicht perfekt oder schick, sondern echte Menschen, die mit Herzblut bei der Sache sind – mit Tieren und Handwerk, die ihnen wirklich am Herzen liegen.
Die Tour beginnt mit der Abholung vom Hotel oder Zuhause in Nairobi um 8 Uhr morgens.
Ja, die Eintrittspreise für das Giraffe Centre und den Sheldrick Wildlife Trust sind im Tourpreis enthalten.
Ja, Kinder sind willkommen, müssen aber während der gesamten Tour von einem Erwachsenen begleitet werden.
Ein klassisches Mittagessen ist nicht vorgesehen, aber zum Abschluss gibt es Chai bei Kobe Beads.
Der Besuch im Elefantenwaisenhaus ist nur von 11 bis 12 Uhr möglich.
Ja, die Abholung und Rückfahrt zum Hotel sind im Preis enthalten.
Der Nationalpark ist nicht Teil der Haupttour; wer ihn besuchen möchte, zahlt eine zusätzliche Gebühr von 85 USD pro Person.
Giraffen dürfen unter Aufsicht im Giraffe Centre gefüttert werden, Elefanten hingegen nicht.
Dein Tag umfasst die Abholung und Rückfahrt vom Hotel in Nairobi, Eintritt zu Giraffe Centre und Sheldrick Wildlife Trust, eine professionelle lokale Führung an allen Stationen sowie eine praktische Perlenwerkstatt mit Chai, bevor es am Nachmittag zurückgeht.


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