Verlasse Kanazawa für einen Tag und tauche ein in die Bergdörfer – erlebe Meister-Holzschnitzer in Inami, schlendere durch die UNESCO-Dörfer Gokayama und Shirakawa-go mit ihren berühmten Gassho-Häusern und probiere selbst die japanische Papierherstellung mit eigenen Postkarten als Souvenir. Ruhige Momente, herzliche Begegnungen und Erinnerungen, die lange bleiben.
Ich hatte diese Bilder von Shirakawa-go immer wieder gesehen – die strohgedeckten Dächer, die aus Schnee oder grünen Hügeln herausragen – aber live vor Ort zu stehen, ist nochmal etwas ganz anderes. Früh morgens starteten wir in Kanazawa, noch etwas verschlafen, doch unser Guide Yuki scherzte schon darüber, dass das Wetter hier in den Bergen vormittags dreimal wechselt. Die Fahrt fühlte sich an, als würde man aus der Stadt in eine ruhigere Welt eintauchen. Erster Halt: Inami. Ich hatte nicht erwartet, so viel Klopfen zu hören – überall das Geräusch von Meißeln im Holz. Dazu dieser Duft, scharf und süß zugleich, von frischen Spänen. Wir schlenderten die Hauptstraße entlang und schauten in kleine Werkstätten, wo die Schnitzer kaum aufblickten, aber trotzdem freundlich lächelten. Yuki zeigte uns einen Drachen, der über einem Ladenschild versteckt war – den hätte ich sonst glatt übersehen.
Nach Inami ging es höher hinauf nach Gokayama. Das Dorf Ainokura wirkte fast unwirklich – all die steil geneigten Dächer dicht gedrängt unter tiefhängenden Wolken. Die Luft war hier kühler, und meine Kamera beschlug sofort (typisch). Unser Guide führte uns auf einen kleinen Hügel für Fotos; ehrlich gesagt stand ich einfach nur da und versuchte, das Ganze auf mich wirken zu lassen. Es hat etwas Magisches, den Rauch aus einem der alten Bauernhäuser aufsteigen zu sehen – da möchte man lieber flüstern als reden.
Am meisten überrascht hat mich der praktische Teil: die japanische Papierherstellung in Gokayama. Man darf kleine Blüten oder bunte Stücke aussuchen, um sie in eigene Washi-Postkarten zu pressen – es ist zwar etwas chaotisch, aber auch richtig meditativ. Während die Karten trockneten (etwa 15 Minuten), reichte jemand warmen Tee herum, und wir unterhielten uns darüber, wie hier das ganze Jahr über Menschen leben. Danach stand Shirakawa-go auf dem Programm – größer als Ainokura, aber trotzdem irgendwie still. Beim Spaziergang durch das Dorf erzählte Yuki, wie Familien früher Seidenspinner in den Dachböden züchteten… keine Ahnung, warum, aber das blieb mir besonders im Kopf.
Wir durften auch eines der alten Häuser betreten – knarrende Dielen, gedämpftes Licht, das von oben hereinfiel, und überall der leichte Geruch von Kaminrauch und altem Holz. Danach hatten wir Freizeit; einige gingen einkaufen oder probierten Gohei-Mochi (Reis-Spieße mit Miso). Ich schlenderte herum und sah einem alten Mann zu, wie er seinen Zaun reparierte, während Kinder mit Snacks vorbeirannten. Die Rückfahrt war ruhig und schläfrig, nur Yuki erzählte Geschichten von Winterfesten – und ehrlich gesagt denke ich noch oft an den Ausblick von Ainokura zurück.
Die Tour dauert den ganzen Tag und beinhaltet Stopps in Inami, Gokayama (Ainokura) und Shirakawa-go, bevor es zurück nach Kanazawa geht.
Nein, Mittagessen ist nicht enthalten; in Shirakawa-go hast du Zeit, vor Ort Essen zu kaufen.
Ja, es gibt eine Papierherstellungserfahrung, bei der du drei Postkarten im Washi-Stil als Souvenir anfertigst.
Ja, die Eintrittspreise für den Zuisenji-Tempel und andere Sehenswürdigkeiten sind im Preis enthalten.
Ja, der Transport zwischen Kanazawa, Inami, Gokayama und Shirakawa-go ist im Tourpreis enthalten.
Ja, ein englischsprachiger Guide begleitet dich den ganzen Tag.
Einige Läden in Inami und Gokayama schließen vom 28. Dezember bis 5. Januar; Shirakawa-go ist meist geöffnet, aber die Papierherstellung findet dann nicht statt.
Die Tour ist für alle Fitnesslevels geeignet; bei Bedarf sind spezielle Kindersitze verfügbar.
Dein Tag umfasst den Transport zwischen Kanazawa und allen Zielen, geführte Besuche in Inamis Holzschnitzerdorf und dem UNESCO-Gelände Shirakawa-go, Eintritt zum Zuisenji-Tempel, eine praktische Papierherstellungserfahrung sowie einen englischsprachigen Guide – alles inklusive und mit komfortabler Rückfahrt nach Kanazawa.


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