Du radelst auf alten Straßen von Montalbano durch jahrhundertealte Olivenhaine und Trockenmauern, entdeckst eine unterirdische Ölmühle, probierst frisches natives Olivenöl und spürst das ruhige Landleben – ein Erlebnis, das tief entspannt und nur hier so zu finden ist.
Ich hätte nie gedacht, wie still ein Olivenhain sein kann, bis wir an diesem Morgen in Montalbano losfuhren. Die Luft war schwer vom Duft der Erde und etwas Grünem – vielleicht wilder Fenchel? Unser Guide Paolo lenkte uns von der Hauptstraße auf einen alten Abschnitt der Traiana. Er erzählte, dass diese Straße einst bis nach Brindisi führte, als Rom noch Rom war. Ich versuchte mir vorzustellen, wie römische Sandalen dort liefen, wo jetzt meine Reifen rollten. Ganz geschafft habe ich es nicht, aber die Straße fühlte sich wirklich alt unter meinen Rädern an.
Wir rollten bergab Richtung Meer, vorbei an diesen scheinbar endlosen Trockenmauern, die sich wie ein Zickzack durch die Landschaft ziehen. Verkehr gab es kaum – nur ein Bauer mit blauer Kappe, der uns freundlich zunickte. An einer Stelle hielt Paolo an einer niedrigen Steinbögen an und führte uns in eine unterirdische Ölmühle. Drinnen war es kühl, dunkel und fast feucht, mit riesigen Mühlsteinen, die seit Jahrzehnten nicht bewegt wurden. Er erklärte, wie Familien hier früher Lampenöl pressten – nicht nur zum Kochen, sondern auch zum Lichtmachen. Ich berührte eine der alten Pressen und spürte den Staub an meinen Fingern.
Später fuhren wir durch Felder, in denen einige Olivenbäume älter sein müssen als jeder, den ich kenne. Knorrige Stämme, die aus rotem Boden wachsen – Paolo meinte, manche seien über 800 Jahre alt. Bei einer modernen Mühle probierten wir frisches natives Olivenöl (dieser pfeffrige Nachgeschmack – damit hatte ich nicht gerechnet). Li lachte, als ich versuchte, „olio extravergine“ auf Italienisch auszusprechen – ich hab’s wohl ziemlich verhauen. Die Sonne schien inzwischen, doch eine frische Brise von der Küste brachte diesen salzigen Duft mit, den man nur an der Adria kennt.
Ich denke immer wieder an diese stillen Momente zwischen den Stopps – das Knirschen des Kieses unter den Reifen, Vögel, die durch die Äste fliegen, ein Hund, der in der Ferne bellt. Es geht hier nicht nur ums Radfahren oder Olivenöl; es ist etwas Langsameres, Ruhigeres. Irgendwann lässt man sich einfach darauf ein.
Die genaue Dauer ist nicht festgelegt, aber plane mehrere Stunden inklusive Stopps an Mühlen und Bauernhöfen ein.
Ja, die meisten Straßen sind asphaltiert und wenig befahren; eine moderate Fitness reicht aus.
Kinder sind willkommen, wenn sie von einem Erwachsenen begleitet werden; spezielle Kindersitze sind verfügbar.
Die Tour beinhaltet technische Unterstützung, Eintrittsgelder für Parks und Sehenswürdigkeiten sowie einen Guide.
Ja, handbetriebene Fahrräder für Rollstuhlfahrer sind auf Anfrage bei der Buchung verfügbar.
Ja, eine Verkostung von nativem Olivenöl kann bei einer modernen Mühle organisiert werden.
Start ist in Montalbano, dann folgt man einem Teil der Traiana zwischen Ostuni und Fasano, weiter zu den Küstendünen und durch Olivenhaine.
Dein Tag wird von einem lokalen Guide begleitet, technische Unterstützung ist bei Bedarf inklusive – die Radtour führt von Montalbano durch Puglias Olivenebenen bis zu den Küstenwegen. Alle Eintrittsgelder für Parks und historische Mühlen sind enthalten, und es bleibt Zeit für eine Verkostung von frischem nativem Olivenöl direkt vor Ort.


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