Zieh einen Neoprenanzug an und folge deinem Guide durch den Versoud-Canyon bei Grenoble – seile dich an Wasserfällen ab, rutsche über glatte Felsen und lache über unerwartete Wasserspritzer. Spring, wenn du willst (freiwillig!) und komm schlammig, glücklich und voller Lust auf mehr Flussabenteuer zurück.
Dein Tag beinhaltet alle Sicherheitsausrüstungen wie Helm, Gurt, Seil und einen kompletten Neoprenanzug, der dich im Fluss warm hält – alles begleitet von einem lokalen Guide, der jeden Winkel des Versoud-Canyons kennt, bevor es zurück ans trockene Ufer in La Rivière geht.
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Wir stiegen in den Versoud-Canyon hinab, nur eine halbe Stunde von der Stadt entfernt, doch es fühlte sich viel weiter weg an. Die Steine waren rutschig, und meine Hände streiften immer wieder moosbedeckte Stellen, die grüne Spuren auf meinen Fingern hinterließen. Julien zeigte uns, wie man die erste Wasserfall-Abseilstelle meistert – mein Herz klopfte so laut, dass ich fast seine Anweisungen verpasst hätte, aber er wartete geduldig, bis ich bereit war. Überall gab es natürliche Rutschen, die das Wasser über Jahre glatt geschliffen hatte (meine Shorts haben noch eine kratzige Stelle davon), und an einer Stelle probierte jemand eine Seilrutsche über ein Becken – mit so einem Platscher, dass wir fünf Minuten lang lachen mussten.
Ich hätte nie gedacht, dass ich springen würde, aber als ich oben stand und alle leise anfeuerten (nicht auf diese aufgesetzte Art), habe ich es einfach gemacht. Nicht elegant, aber hey – zählt trotzdem. Das Wasser war beim ersten Kontakt eiskalt, aber man gewöhnt sich schnell daran, vor allem wenn man ständig in Bewegung ist. Es gab größere Sprünge für Mutige (ich habe sie ausgelassen), aber nichts war jemals Pflicht – Julien sagte immer wieder: „Nur wenn du dich traust.“ Das hat sich bei mir eingebrannt.
Die ganze Canyoning-Tour dauerte etwa dreieinhalb Stunden. Die Zeit verflog zwischen Wasserfällen und dem Licht, das durch die Blätter über uns flackerte. Am Ende standen wir wieder am Start, schlammig, müde und grinsend wie verrückt. Meine Beine zitterten auf die gute Art, nach so einem neuen Erlebnis. Manchmal höre ich noch das Wasser an den Felswänden widerhallen, wenn es zuhause zu still wird.
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