Du paddelst mit einheimischen Surfern an Barra da Tijuca oder einem anderen Strand an Rios Westküste, je nachdem, wo die Wellen am besten sind. Zuerst übst du die Basics im warmen Sand, bevor du deine erste Welle nimmst – mit kompletter Ausrüstung und viel Geduld vom Guide. Kleine Gruppen sorgen dafür, dass du echte Tipps und jede Menge Spaß bekommst. Wenn Zeit bleibt, endet der Tag an einer versteckten Bucht – dieses Gefühl wirst du lange nicht vergessen.
Der Kurs startet in Barra da Tijuca, kann je nach Wellenlage aber an einen anderen Strand an Rios Westküste verlegt werden.
Ja, alle Surfausrüstung wie Board und Neoprenanzug (falls nötig) sind im Preis enthalten.
Die Surfsession dauert etwa 1 Stunde und 30 Minuten.
Ja, sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene sind willkommen – der Lehrer passt sich deinem Niveau an.
Die Gruppen sind bewusst klein gehalten, meist nur wenige Teilnehmer für eine persönlichere Betreuung.
Privater Transport ist nicht enthalten, aber es gibt öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe.
Ein Foto-Paket kann gegen Aufpreis hinzugebucht werden – einfach vorher Bescheid geben.
Die Tour wird Schwangeren sowie Personen mit Rücken- oder Herz-Kreislauf-Problemen nicht empfohlen.
Dein Tag beinhaltet die komplette Surfausrüstung (Board und Neoprenanzug falls nötig), Betreuung durch erfahrene lokale Guides, die mehrere Sprachen sprechen, kleine Gruppen mit individuellem Unterricht je nach Level und optional einen Besuch in einer ruhigen Bucht nach dem Surfen, wenn die Zeit es erlaubt.
Mit den Zehen im Sand kurz vor Sonnenaufgang beobachtete ich unseren Guide Lucas – groß, sonnengebleicht – wie er mit seinem Board eine wackelige Linie in den Sand zog. Er grinste uns an, als hätten wir alle ein Geheimnis der Cariocas geteilt. Die Luft roch salzig und leicht süßlich, wie eine Mischung aus Sonnencreme und Kokosöl. Ich hatte noch nie gesurft, doch Lucas nahm mir irgendwie die Angst – er lachte sogar, als ich zweimal über mein eigenes Neoprenbein stolperte.
Wir starteten in Barra da Tijuca, doch Lucas checkte die Wellen und entschied, dass wir etwas weiter westlich fahren sollten – er sprach von „dem perfekten Swell“, was für mich ziemlich professionell klang. Die Fahrt im Van war entspannt, mit verschlafenen Gesprächen und leiser Samba-Musik aus einem tragbaren Lautsprecher. Als wir ankamen, war der Strand fast leer, nur ein paar Einheimische dehnten sich oder joggten barfuß. Genau das mochte ich – keine Menschenmassen, nur wir und das Meer.
Der Surfkurs war körperlich viel anstrengender, als ich gedacht hatte. Wir übten das Aufstehen auf dem Board erst im Sand, während Lucas unsere Haltung korrigierte („Knie mehr beugen – genau so!“). Meine Arme waren schon müde, bevor wir überhaupt ins Wasser gingen. Doch als ich es tatsächlich schaffte, für einen kurzen Moment auf einer echten Welle zu stehen (okay, vielleicht weniger als eine Sekunde), jubelten alle – sogar fremde Leute am Strand. In diesem Moment wurde alles still, nur das Rauschen des Wassers unter meinen Füßen war zu hören. Dieses Gefühl vergesse ich bis heute nicht.
Wenn du danach noch fit bist, zeigt Lucas dir manchmal eine kleine Bucht, die viele Touristen gar nicht kennen. Dort saßen wir, aßen Pão de Queijo aus seinem Rucksack und sahen den Fischern zu, wie sie ihre Netze im Morgenlicht entwirrten. Das war eine ganz andere Seite von Rio – die man auf Postkarten oder großen Touren nicht zu sehen bekommt. Und ja, meine Schultern taten noch Tage danach weh, aber ehrlich gesagt – es hat sich total gelohnt.
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