Du startest früh in La Paz, überquerst den Titicacasee auf einem Floß bei Tiquina, erkundest Copacabana am Seeufer und nimmst dann ein Boot zur Isla del Sol mit deinem lokalen Guide. Übernachte auf der Insel voller Inka-Legenden, erwache im Berglicht und entdecke alte Ruinen oder genieße einfach die stille Atmosphäre – dieses Gefühl bleibt dir lange erhalten.
Das Erste, woran ich mich erinnere, ist das Zischen der Bustür in La Paz – draußen noch dunkel, aber die Stadt pulsiert schon. Kaum hatten wir unseren Kaffee, winkte uns unsere Guide Julia mit verschlafenem Lächeln heran. Während wir aus der Stadt rausfuhren, erzählte sie immer wieder kleine Geschichten über die Berge. An der Tiquina-Fähre herrschte eine eigenartige Stille – nur das Plätschern des Wassers und das Knarren der Holzflöße. Der See sah fast unwirklich aus, so blau, dass es fast weh tat. Die Überfahrt auf den Flößen war anfangs etwas wackelig, doch alle lachten nur (ein Typ scherzte, er würde schwimmen, falls das Floß sinkt). Als wir in Copacabana ankamen, roch ich sofort den Duft von gebratenem Forellenfleisch von einem Straßenstand – und ehrlich gesagt, konnte ich an nichts anderes mehr denken.
Unser Tagesausflug von La Paz zur Isla del Sol startete richtig nach dem Mittagessen – wobei „Mittagessen“ bei mir eher aus dem schnellen Verschlingen von gegrilltem Mais am Straßenrand bestand, während wir auf das Boot warteten. Das Boot legte nach bolivianischer Zeit ab (also eher unpünktlich), aber das störte niemanden. Julia zeigte auf den Weißen Anker, als wir einstiegen, und erzählte eine Inka-Legende – ich bekam nur die Hälfte mit, weil ein Kind neben mir Möwen mit Kartoffelchips fütterte. Die Ankunft am Hafen von Yumani fühlte sich an wie eine Postkarte: Überall steinerne Treppen, Esel, die mit Vorräten den Hügel hochtrampelten. Die Luft hier hat etwas Besonderes – dünn, aber klar; man spürt jeden Atemzug. Wir schlenderten ein Stück zum Tempel Pilkokaina. Die Steine sind warm, wenn die Sonne draufscheint.
In der Nacht auf der Isla del Sol habe ich kaum geschlafen – zu ruhig, nur entferntes Hundegebell und der Wind, der ein loses Blechdach klappern ließ. Das Morgenlicht kam früh und klar durch dünne Vorhänge; ich ging vor dem Frühstück raus, um zu sehen, wie die Sonne über dem Titicacasee kriecht. Man versteht sofort, warum dieser Ort als heilig gilt – eine uralte Stimmung, die man kaum in Worte fassen kann. Einige machten eine Bootstour nach Norden, um dann über den Grat zurückzuwandern (ca. drei Stunden), ich setzte mich lieber an den Jungbrunnen und versuchte herauszufinden, welcher Bach mich wirklich verjüngen würde (Spoiler: keiner). Auf der Rückfahrt nach Copacabana am Nachmittag verteilte Julia Kokablätter gegen die Höhe – die Art, bei der die Zunge kleben bleibt – und ich denke noch oft an den Blick vom Tiquina-Aussichtspunkt, wo wir für Fotos anhielten. Worte reichen da kaum.
Ungefähr 4–5 Stunden mit dem Bus, inklusive der Tiquina-Fähre.
Ja, Abholung vom Hotel oder Hostel in La Paz ist dabei.
Ja, nimm 10 Bolivianos pro Person in bar für den Insel-Eintritt mit.
Ja, du hast freie Zeit und kannst mit dem öffentlichen Boot nach Norden fahren und zurück wandern.
Nein, Mahlzeiten sind nicht enthalten; du hast Zeit in Copacabana und auf der Insel, um Essen zu kaufen.
Highspeed-WLAN gibt es nur in den Bolivia Hop Bussen an Bord.
Gegen 22:30 Uhr, nachdem wir Copacabana um 18:00 Uhr verlassen haben.
Deine Reise umfasst Abholung und Rücktransfer in La Paz, alle Busfahrten mit WLAN (nur bei Bolivia Hop Bussen), geführte Bootsfahrten zwischen Copacabana und Isla del Sol mit einem zweisprachigen lokalen Guide an beiden Tagen sowie viel Freizeit an jedem Stopp, damit du die Gegend erkunden oder dort essen kannst, wo es am besten riecht, bevor es am späten Abend zurückgeht.


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