Du fährst von Baku in die surrealen Candy Cane Mountains bei Guba, hältst für Ausblicke am heiligen Besh Barmag, wanderst durch dichte Wälder und Schluchten und teilst ein hausgemachtes Mittagessen mit Einheimischen im UNESCO-Dorf Khinaliq. Ein Tag voller Farben, Ruhe und unerwarteter Herzlichkeit – der lange nachwirkt.
Hast du dich schon mal gefragt, wie es sich anfühlt, wenn man aus Baku hinausfährt und die Stadt langsam in die offene Steppe übergeht – und plötzlich tauchen diese wild gestreiften Hügel auf? Unser Guide Elvin nannte sie die „Candy Cane Mountains“ (ich dachte erst, er macht Witze), aber ehrlich gesagt sehen sie genau so aus – rote und weiße Streifen, die sich über die Hänge ziehen. Die Luft roch scharf, fast metallisch, als wir für Fotos ausstiegen. Ich wollte den Stein anfassen und meine Finger bekamen einen rostigen Fleck. Elvin erzählte was von Eisen im Boden und wie Mark Elliott sie in seinem Buch benannt hat – irgendwie fühlte ich mich stolz, an einem Ort zu stehen, an dem schon Reiseautoren unterwegs waren.
Als nächstes hielten wir am Besh Barmag Berg – hier binden Einheimische Glücksbanderolen an einen Schrein. Eine alte Frau lächelte uns wortlos an, reichte mir ein Stoffband und deutete nach oben. Ich band es (wahrscheinlich verkehrt herum) fest, aber sie lachte nur leise und nickte zufrieden. Hinter uns glitzerte das Kaspische Meer in blassem Blau und der Wind wehte. Danach fuhren wir durch den Qechresh-Wald – Fenster runter, kühle Luft voller unbekannter Pflanzen-Düfte – und dann schlängelten sich steile Schluchten hinauf zum Dorf Khinaliq.
Die Straße wird hier holprig; man hüpft ordentlich durch, während die Wolken so tief hängen, dass man sie fast greifen könnte. Adler kreisten über uns (Elvin zeigte gleich drei auf einmal), und manchmal sahen wir wilde Pferde an steinigen Flussufern stehen. Ich hatte nicht erwartet, dass Khinaliq so… uralt wirkt. Häuser übereinander gestapelt, Kinder winken von den Dächern, alles aus Stein gebaut, der genau die Farbe der Berge hat. Unser Mittagessen gab es in einem Familienhaus, das auch als Museum dient – der Tisch war gedeckt mit frischem, noch warmem Brot, Eintöpfen mit Kräutern, deren Namen ich kaum aussprechen konnte (und es trotzdem versuchte). Jemands Großmutter schenkte Tee ein; ihre Hände zitterten, aber ihr Lächeln war ruhig und herzlich.
Ich denke immer noch an dieses Essen zurück – wie alle um einen Tisch zusammengerückt sind, während draußen der Regen ans Fenster klopfte. Es hat etwas Besonderes, direkt dort in Khinaliq frisch gekochtes Essen zu genießen. Man fühlt sich nicht wie ein Tourist, sondern als Teil des Ortes. Müde, aber irgendwie zufrieden fuhren wir zurück nach Baku. Manchmal braucht es eben keine Worte.
Die Tour dauert mindestens 8 Stunden inklusive Hin- und Rückfahrt.
Ja, die Abholung erfolgt von zentral gelegenen Hotels in Baku, ausgenommen Hotels in oder nahe der Altstadt.
Ein traditionelles hausgemachtes Essen mit vier verschiedenen Gerichten wird in einem lokalen Haus-Museum in Khinaliq serviert.
Ja, die Eintrittsgebühren für den Gosha Gala Tower und das Khinalig-Reservat sind inklusive.
Die Tour ist für alle Fitnesslevels geeignet; Babys können im Kinderwagen mitfahren und Assistenztiere sind erlaubt.
Ja, die Tour wird von professionellen Guides auf Englisch oder Russisch geführt.
Es besteht die Möglichkeit, Adler über dir kreisen zu sehen und wilde Pferde an Flussufern nahe Khinaliq zu entdecken.
Dein Tag beinhaltet Abholung und Rückfahrt von Hotels im Zentrum Bakus (außer Altstadt-Hotels), komfortablen Transport mit Klimaanlage, alle Eintrittsgelder entlang der Route inklusive Gosha Gala Tower und Khinalig-Reservat sowie ein vollständiges aserbaidschanisches Mittagessen, serviert von einer lokalen Familie in deren Zuhause, bevor es zurück nach Baku geht.


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