Vorbei an den goldenen Lichtern des Parlaments, mit einem Begrüßungsdrink in der Hand (wer mutig ist, probiert Pálinka), hörst du Budapest-Geschichten per Audioguide und siehst Einheimische entspannt an Deck, während die Brücken über dir leuchten. Inklusive Drinks, WLAN, Musik und viel Zeit zum Zurücklehnen – ganz ohne Stress.
„Probier mal die Kirsch-Pálinka“, sagte der Barkeeper und schob mir ein kleines Glas rüber, als wir am Boot nahe dem Parlament einstiegen. Ich hatte sie vorher nie probiert – irgendwie scharf, aber auch warm und ehrlich gesagt ziemlich lecker. Die Donau schimmerte dunkelblau und spiegelte die Lichter der Stadt, während um uns herum leise Stimmen zu hören waren, meist Ungarisch, aber auch ein paar Touristen wie wir, die mit ihren Getränkemarken hantierten. Die Luft roch leicht nach Flusswasser und etwas Süßem von der Bar unter Deck. Keine Ahnung, warum mir das so im Kopf geblieben ist.
Der Audioguide startete, als wir am ungarischen Parlament vorbeiglitten – die Kuppel hell erleuchtet, fast unwirklich. Unsere Sprecherin erzählte, dass der Bau fast zwei Jahrzehnte dauerte (ich glaube, sie erwähnte 1904?) und zeigte auf die Margareteninsel rechts von uns. Ich fing Bruchstücke von Geschichten über königliche Hochzeiten in der Matthiaskirche auf und wie die Burg von Buda so oft zerstört und wieder aufgebaut wurde, dass sie heute ein echtes Geschichtsmosaik ist. Auf dem Oberdeck lachten Leute, als jemand „Gellért“ falsch aussprach (ich hab’s auch versucht, aber nicht ganz getroffen). Manchmal ließ ich einfach den Blick schweifen und sah, wie sich die Lichter unter der Freiheitsbrücke im Wasser spiegelten.
Ich schlenderte zur Panorama-Terrasse hoch, um Fotos zu machen – mein Handy konnte das grüne Leuchten der Freiheitsbrücke oder den orangefarbenen Schimmer über dem Gellértberg kaum einfangen. Es war kälter als erwartet für Mai, also hielt ich meine Hände um einen weiteren Drink (es gab auch Kaffee, was gut tat). Zwischendurch drang Musik von unten herauf – etwas kitschig, aber genau richtig für den Moment. Die Leute lehnten entspannt am Geländer oder machten Selfies; niemand hatte es eilig. Irgendwas hat diese nächtliche Sicht auf Budapest vom Fluss aus einfach weich und magisch gemacht.
Ich denke noch oft an den Blick zurück zum Parlament, als wir die Runde drehten – wie klein alle am Ufer wirkten und wie mächtig die alten Gebäude vom Wasser aus erschienen. So eine Perspektive bekommt man beim Spaziergang am Ufer nicht. Vielleicht ist das der Grund, warum mir diese Donau-Nachtfahrt so besonders im Gedächtnis geblieben ist.
Die Fahrt dauert etwa eine Stunde entlang der Donau.
Ja, ein englischer Audioguide mit spannenden Infos zu Budapests Sehenswürdigkeiten und Geschichte ist inklusive.
Du bekommst einen kostenlosen Begrüßungsdrink – zur Auswahl stehen Bier, Wein, Sekt für Erwachsene oder Saft und Softdrinks für unter 18-Jährige.
Du fährst am ungarischen Parlament, der Margareteninsel, der Matthiaskirche, der Burg von Buda, dem Gellértberg und -bad, der Freiheitsbrücke und vielen weiteren Highlights vorbei.
Ja, während der gesamten Fahrt steht WLAN für die Gäste zur Verfügung.
Ja, die Tour ist für alle Altersgruppen geeignet, Babys können im Kinderwagen mitfahren.
Ja, während der Fahrt stehen Toiletten für die Gäste bereit.
Nein, der Einstieg erfolgt an einem zentralen Steg in der Nähe des Parlaments.
Dein Abend beinhaltet einen kostenlosen Drink (alkoholisch oder alkoholfrei), WLAN an Bord, Hintergrundmusik während der Fahrt an Budapests beleuchteten Sehenswürdigkeiten, Nutzung der Toiletten und klimatisierte Sitzbereiche. Kaffee oder Tee gibt es ebenfalls an der Bar, falls du etwas Warmes möchtest, während die Stadtlichter vorbeiziehen.


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