Du wanderst durch die stillen Felsen des Taubentals, kriechst mit einem erfahrenen Guide durch die kühlen Tunnel der Kaymakli Untergrundstadt, wanderst am Fluss im Ihlara-Tal entlang und siehst zu, wie aus Onyx Kunst wird – bevor du mit staubigen Schuhen zurückkehrst. Es geht weniger ums Abhaken, mehr um kleine Überraschungen unterwegs.
Ganz ehrlich, wir hätten fast den Start verpasst, weil meine Freundin ihren Hut im Hotel vergessen hatte – morgens gab’s also ein kleines Durcheinander. Unser Guide Cem grinste nur und meinte etwas von „Kappadokien-Zeit“ (ich glaube, das heißt so viel wie „kein Stress“). Im Minibus herrschte schon leises Geplauder und der dezente Kaffeeduft, den jemand heimlich mitgebracht hatte. Erster Halt war ein Aussichtspunkt über Göreme – ich hatte nicht erwartet, dass die Landschaft im Morgenlicht so weich wirkt, fast wie mit Puderzucker bestäubt.
Als Nächstes ging’s ins Taubental, und ja, da sind wirklich winzige Taubenschläge in die Felsen gehauen. Cem erzählte, dass die Einheimischen früher die Taubenkot als Dünger gesammelt haben – er musste lachen, als jemand die Nase rümpfte. Es ist dort irgendwie friedlich; wenn man stillsteht, hört man die Tauben gurren. Dann besuchten wir die Kaymakli Untergrundstadt. Normalerweise habe ich keine Platzangst, aber die Gänge sind echt eng – kalter Stein streift an den Schultern vorbei, und plötzlich ist es ganz still. Cem zeigte uns eine rollbare Steintür, wie ein riesiger Mühlstein, mit der früher Eindringlinge abgewehrt wurden. Ich fragte mich, wie es wohl gewesen sein muss, wochenlang dort unten zu leben.
Mittagessen gab’s irgendwo am Melendiz-Fluss im Ihlara-Tal – Forelle und Linsensuppe, nichts Aufwendiges, aber nach der Wanderung unter der blassen Sonne genau richtig. Das Tal ist länger, als es auf den ersten Blick wirkt (meine Beine haben’s gemerkt), voller alter Felskirchen und Wildblumen, die aus Ritzen sprießen. Einige von uns sind etwas zurückgeblieben, nur um dem Wasser zuzuhören; so ein Geräusch vermisst man oft, ohne es zu merken, bis man es wieder hört.
Zum Schluss schauten wir einem Onyx-Künstler bei der Arbeit am Nar-See zu – seine Hände bewegten sich so schnell, dass ich kaum folgen konnte. Er ließ mich „zultanite“ auf Türkisch sagen; alle lachten, weil ich es total verhauen habe. Meine Schuhe waren inzwischen staubig und mein Kopf voller Eindrücke (im positiven Sinne). Manchmal denke ich noch an die Tunnel zurück – wie still es dort unten war, im Gegensatz zum Leben über der Erde.
Die Tour dauert den ganzen Tag und beinhaltet Stopps in der Kaymakli Untergrundstadt und im Ihlara-Tal.
Ja, während des Tagesausflugs ist ein Mittagessen inbegriffen.
Ein professioneller Guide begleitet dich bei allen Stationen, auch in der Kaymakli Untergrundstadt.
Bequeme Wanderschuhe sind empfehlenswert, da du im Ihlara-Tal viel zu Fuß unterwegs bist.
Ein klimatisiertes Fahrzeug bringt dich zu allen Sehenswürdigkeiten während der Tour.
Babys können mitkommen, müssen aber während der Fahrt auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen.
Dein Tag umfasst die Abholung im klimatisierten Fahrzeug, eine professionelle Führung durch lokale Experten bei Stopps wie der Kaymakli Untergrundstadt und dem Ihlara-Tal sowie ein einfaches Mittagessen am Fluss – du musst dich um nichts kümmern, auch nicht um Eintritt oder Organisation.


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