Du fährst selbst einen Quad über 25–35 km durch die Algarve-Landschaft bei Albufeira, begleitet von einem lokalen Guide, der jeden Pfad und jeden Duft im Obstgarten kennt. Freu dich auf Orangenhaine, urige Dörfer, Lacher über Sprachpatzer, viel Staub – und dieses echte Freiheitsgefühl, das nur draußen entsteht.
Schon bevor wir die erste Kurve außerhalb von Albufeira nahmen, war ich ein bisschen staubig. Der Helm saß fest und die Schutzbrille ließ alles schärfer wirken – oder vielleicht war es einfach die Sonne, die von den trockenen Wegen reflektierte. Unsere Guide Joana grinste, als sie mir die Schlüssel reichte und sagte: „Keine Sorge, wenn du mal stehen bleibst, das passiert jedem.“ Sie hatte recht; ich blieb tatsächlich zweimal stehen. Aber ehrlich gesagt, sobald wir an den alten Steinhäusern vorbei und hinaus ins offene Buschland fuhren, war mir das egal. Plötzlich lag dieser Geruch von Orangen in der Luft – nicht süß wie Saft, sondern eher herb und erdig, fast ein bisschen bitter – aus einem Hain, den wir im Vorbeifahren streiften.
Die Landschaft der Algarve ist viel ruhiger, als ich erwartet hatte. Mal rumpelst du über steinige Pfade (meine Zähne erinnern sich noch daran), dann gleitest du plötzlich unter Olivenbäumen dahin, begleitet nur vom Zirpen der Zikaden. Joana bremste ab und zeigte hier und da etwas – einen alten Brunnen oder eine Gruppe Feigenbäume, wo ihre Großmutter als Kind Früchte sammelte. Sie lachte, als ich versuchte, „Johannisbrot“ auf Portugiesisch auszusprechen; was ich sagte, war definitiv falsch. Solche kleinen Momente bleiben oft viel mehr im Kopf als jeder große Ausblick.
Insgesamt legten wir etwa 30 Kilometer zurück – mehr oder weniger, denn nach der zweiten Trinkpause verlor ich den Überblick. Die Strecke war genau richtig: genug holprig, um spannend zu bleiben, aber nie zu viel für meine Nerven (oder meinen Rücken). Einige Familien hatten Kinder als Sozius dabei, und jeder fand sein eigenes Tempo. Es gab Passagen, in denen man nur das Knirschen der Reifen auf dem Kies und den eigenen Atem hörte – auf eine überraschend friedliche Art, wenn man an eine Quad-Tour bei Albufeira denkt. Als wir zurück in die Stadt rollten, waren meine Arme müde und meine Kleidung staubiger als je zuvor, aber ich grinste ununterbrochen.
Die Strecke umfasst je nach Bedingungen zwischen 25 und 35 Kilometern.
Ja, sie ist speziell für Einsteiger und Familien mit Kindern ab 7 Jahren konzipiert.
Bequeme, geschlossene Schuhe oder Sneaker und Kleidung, die ruhig staubig werden darf; Kleider oder Röcke sind nicht ideal.
Ja, alle Teilnehmer bekommen Sicherheitshelme und Schutzbrillen.
Kinder müssen mindestens 7 Jahre alt oder 1,20 m groß sein, um als Beifahrer mitzufahren.
Ja, ein gültiger Pkw-Führerschein ist Pflicht; vorläufige Führerscheine werden nicht akzeptiert.
Ja, Trinkwasser ist während der gesamten Tour inklusive.
Die Guides passen das Tempo an die Wetterbedingungen an; Sonnencreme und Sonnenbrille sind empfehlenswert.
Dein Tag beinhaltet die Nutzung eines eigenen Quads mit Benzin, Sicherheitshelm und Schutzbrille für jeden Fahrer, eine ausführliche Einweisung und Sicherheitsschulung durch einen lokalen Profi, persönliche Unfallversicherung während der Tour sowie reichlich Trinkwasser – du musst nur dich selbst (und vielleicht etwas Sonnencreme) mitbringen.


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