Steig in Franz Josef in ein kleines Boot, gleite über ruhiges Wasser in einen uralten Regenwald, der nur auf dieser Tour zugänglich ist, wandere zwischen riesigen Bäumen mit einem lokalen Guide, der spannende Geschichten über Naturschutz und heimische Tiere erzählt, und genieße zum Abschluss frischen Tee oder Kaffee am See. Ruhig, manchmal matschig, immer echt – du wirst spüren, wie lebendig die Natur hier ist.
Wir stiegen in Franz Josef in das kleine Boot, und ehrlich gesagt, hätte ich nicht gedacht, dass ich mich so schnell so weit weg von allem fühlen würde. Der See lag still da, nur ein paar Wellen vom Motor, und unser Guide – Matt, glaube ich – zeigte auf winzige schwarze Kormorane, die auf halb versunkenen Baumstämmen saßen. Die Luft roch frisch und feucht, nach Moos und nasser Rinde. Ich hatte ständig das Gefühl, hier sei es älter als irgendwo sonst, wo ich je unterwegs war.
Nach etwa fünfzehn Minuten erreichten wir eine schmale Anlegestelle – kein Steg, nur weicher Schlamm und ein Seil zum Festhalten. Der Regenwaldpfad ist nur für Teilnehmer dieser Tour zugänglich (Matt meinte, selbst Einheimische dürfen hier nicht einfach so laufen), was es irgendwie besonders machte, aber auch vorsichtig sein ließ. Überall ragten dicke Baumwurzeln aus dem Boden; ich stolperte fast zweimal, da grinste Matt und reichte mir einen Wanderstock. Er erzählte vom Kiwi-Schutzgebiet – wie sie versuchen, Fressfeinde fernzuhalten, damit die Vögel überleben. Tatsächlich hörten wir irgendwo tief im Busch einen Kiwi rufen, sahen ihn aber nicht. Das Licht schimmerte grün und golden durch die Blätter; es war feucht, aber nicht heiß.
Mir gefiel, dass wir immer wieder anhielten, damit Matt uns ungewöhnliche Pflanzen zeigte oder erklärte, warum manche Bäume so verdreht aussehen. Einmal hielt er uns ein Blatt zum Riechen hin – würzig und scharf, fast wie Ingwer? Li lachte, als ich versuchte, den Māori-Namen auszusprechen – ich hab’s wohl total verhauen. Der ganze Weg ist nur etwa 400 Meter lang, aber man geht langsam, weil ständig etwas passiert: Vögel fliegen über einem hinweg oder plötzlich herrscht Stille, nur das Quietschen der Schuhe im Schlamm ist zu hören. Am Ende des Pfads wartete ein weiteres Boot auf uns (was sich irgendwie VIP-mäßig anfühlte). Wir ließen den Ausflug bei einer Tasse Tee am Wasser ausklingen, während Sandfliegen an unseren Knöcheln ihr Glück versuchten.
Der geführte Spaziergang durch den Regenwald ist etwa 400 Meter lang und wird meist einseitig vor der Abholung am Ende gemacht.
Die Tour ist für alle Altersgruppen geeignet, aber Babys müssen während der Bootsfahrt auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen.
Eine moderate Fitness ist empfehlenswert, da Wurzeln, größere Schritte am Anfang und unebenes Gelände auf dem Weg vorkommen.
Ja, Wanderstöcke und Handseile sind vorhanden, falls du unterwegs zusätzliche Unterstützung brauchst.
Ein Mittagessen ist nicht enthalten, aber nach dem Spaziergang am See gibt es Kaffee oder Tee.
Man hört im Schutzgebiet vielleicht Kiwi-Rufe, aber Sichtungen sind selten, da die Vögel scheue Nachtschwärmer sind.
Dein Tag umfasst eine geführte Bootsfahrt über den Franz Josef See in einen privaten Regenwaldbereich im Kiwi-Schutzgebiet, einen entspannten Spaziergang mit Stopps für Geschichten und Vogelbeobachtung (Wanderstöcke sind bei Bedarf verfügbar) sowie frischen Kaffee oder Tee am Wasser zum Abschluss, bevor es zurückgeht.


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