Du schlenderst durch die uralten Palastgänge von Split, hörst von jüdischem Erbe aus erster Hand – von der Führerin und einem Gemeindemitglied – und pausierst an belebten Plätzen voller Leben. Erlebe Stein unter den Füßen, Stimmen, die von jahrhundertealten Mauern widerhallen, und sieh Split mit ganz neuen Augen.
Die Tour dauert normalerweise 2–3 Stunden und führt durch die Altstadt und Palastbereiche von Split.
Ja, der Eintritt zu den Untergeschossen ist im Preis enthalten.
Ja, du besuchst die Synagoge im jüdischen Ghetto und triffst ein Mitglied der Gemeinde.
Kinder sind willkommen, müssen aber während der gesamten Tour von einem Erwachsenen begleitet werden.
Die Altstadt hat unebene Pflastersteine und einige Stufen; für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen kann es schwierig sein.
Es gibt keinen Hoteltransfer; du triffst deine Führerin an einem vereinbarten Treffpunkt nahe dem Diokletianspalast.
Ja, Assistenztiere sind bei der Tour willkommen.
Dein Tag umfasst den Eintritt in die Untergeschosse des Diokletianspalasts und die Synagoge im jüdischen Ghetto von Split, begleitet von einer lizenzierten lokalen Expertin, die persönliche Geschichten an jeder Station erzählt.
Ich gebe zu, ich habe mich schon vor Tourstart verlaufen. Die Gassen rund um den Diokletianspalast winden sich so sehr, dass mein Handy einfach aufgegeben hat – ich kam also etwas verspätet und leicht gestresst an. Unsere Führerin Petra lächelte nur und meinte, das passiere jedem. Sie führte uns durch einen steinernen Torbogen, der nach salziger Meeresluft und süßem Gebäck aus der nahegelegenen Bäckerei duftete. Die Steine unter unseren Füßen waren noch vom Regen der Nacht glatt; man konnte förmlich die Jahrhunderte darin spüren.
In den unterirdischen Räumen des Palasts zeigte Petra uns Gravuren – eine Menora hier, abgenutzt, aber noch erkennbar, wenn man genau hinsah. Sie erzählte von der jüdischen Gemeinde, die seit Römerzeiten in Split lebt. Das fühlte sich ganz anders an, wenn man diese Geschichten in den kühlen, hallenden Gewölben hörte. Jemand aus unserer Gruppe versuchte, „Peristyl“ wie ein Einheimischer auszusprechen – und lag komplett daneben; selbst Petra musste lachen. Wir schlenderten an Obstständen am Obstplatz vorbei, wo die Verkäufer auf Kroatisch riefen (ich verstand „jagode!“ – Erdbeeren), und hielten dann an der Synagoge, die hinter einer unscheinbaren Tür im alten Ghetto versteckt liegt.
Das war wohl mein Lieblingsmoment. Ein Mann aus der Gemeinde empfing uns dort – seine Hände bewegten sich lebhaft, während er von seiner Familie und den Erlebnissen über Generationen erzählte. Draußen gab es eine Bronzetafel, die an die während des Zweiten Weltkriegs verlorenen Gegenstände erinnert; er verweilte dort länger, als ich erwartet hatte. Die Atmosphäre wurde für einen Moment schwer, doch dann standen wir wieder an der Riva-Promenade, wo die Einheimischen entspannt ihren Kaffee genossen, als gäbe es keinen Grund zur Eile. Dieses Zusammenspiel aus stiller Geschichte und lebendigem Alltag beschäftigt mich bis heute.
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