Erkunde eine echte Kaffeefarm nahe Medellín mit einer lokalen Familie, die dich bei jedem Schritt begleitet – vom Pflücken der reifen Kirschen bis zum Rösten der Bohnen von Hand. Probiere verschiedene Kaffees direkt am Ursprung, spüre den Schlamm unter den Schuhen und tausche Geschichten bei frischem kolumbianischem Kaffee aus, bevor es zurück in die Stadt geht.
„Hast du schon mal eine Kaffeekirsche direkt vom Strauch probiert?“ grinste unser Guide Andrés und reichte mir eine. Ehrlich gesagt hatte ich so etwas vorher noch nie gesehen. Wir waren gerade erst aus Medellín rausgefahren – kaum zwanzig Minuten Richtung Süden – und plötzlich war der ganze Straßenlärm weg. Die Luft roch nach Grün und feuchter Erde. Andrés’ Onkel winkte von der Veranda, seine Hände dunkel gefärbt von jahrelangem Kaffeerösten. Es fühlte sich an, als wäre man in jemandes Garten, nicht auf einer Touristenattraktion.
Die Farm war kleiner als erwartet – Reihen von Kaffeepflanzen, die sich mit Bananenstauden und Papayas vermischten. Hühner scharrten im Boden, und irgendwo hinter dem Haus zog Rauch vom Holzfeuer herüber. Wir begannen, Kirschen zu pflücken (ich habe bestimmt die Hälfte verpasst; die sind ganz schön tückisch), während Andrés erzählte, dass seine Familie das seit Generationen macht. Er zeigte uns, wie man reife Kirschen erkennt – tiefrot, fast schon violett – aber ich konnte es mir einfach nicht merken. Meine Schuhe waren schnell schlammig, aber das störte hier niemanden.
Dann gingen wir rein und sahen zu, wie seine Tante die gepflückten Kirschen in eine alte Metallmaschine schüttete, die ein mahlendes Geräusch machte, das ich noch immer im Ohr habe. Die Bohnen kamen glatt und hell heraus, ganz anders als das, was man aus der Tüte kennt. Als wir den Fermentationsbehälter öffneten, schlug uns ein scharf-fruchtiger Geruch entgegen – nicht unangenehm, eher lebendig, schwer zu beschreiben, wenn man es nicht selbst gerochen hat. Später rösteten wir einige Bohnen über offenem Feuer; Andrés ließ mich die Kurbel drehen, meinte aber, ich sei zu vorsichtig – er lachte und übernahm, damit wir die Charge nicht verbrannten.
Zum Schluss saßen wir draußen mit winzigen Tassen ihres eigenen Röstkaffees – ohne Zucker oder Milch, einfach schwarz und auf seltsame Weise süß. Die Sonne brach kurz durch die Wolken und tauchte alles in ein warmes Grün-Gold. Ein Hund legte sich schnarchend zu meinen Füßen. Ob es das Koffein war oder einfach die Atmosphäre – ich fühlte mich noch stundenlang wach und lebendig, nachdem wir zurückgefahren waren.
Die Farm liegt etwa 20 Minuten südlich von Medellín, erreichbar mit privatem Transport.
Die Tour ist privat und nur für deine Gruppe; keine großen Gruppen sind dabei.
Ja, die Abholung von deinem Hotel oder Airbnb in Medellín ist inklusive.
Ja, Kinder sind willkommen; Babys können im Kinderwagen mitfahren oder auf dem Schoß sitzen.
Du erlebst alle wichtigen Schritte: Kirschen pflücken, entpulpen, fermentieren, waschen, trocknen, schälen und rösten.
Ja, es gibt Snacks und reichlich frisch gebrühten Kaffee (oder Tee) während des Besuchs.
Nein, Mittagessen ist nicht vorgesehen; es gibt Snacks und verschiedene Kaffeeverkostungen.
Ja, die Tour ist für alle Fitnesslevels geeignet; das Gehen auf der Farm ist entspannt und nicht anstrengend.
Dein Tag beinhaltet bequemen privaten Transport vom Hotel oder Airbnb in Medellín zur familiengeführten Kaffeefarm vor den Toren der Stadt; dazu Snacks und mehrere Tassen frisch gebrühten kolumbianischen Kaffees (oder Tee) sowie eine ausführliche Begleitung bei jedem Schritt – vom Pflücken bis zum Rösten – mit viel Zeit für Fragen, bevor es zurückgeht.


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