Du startest von Medellin zu einem privaten Tagesausflug auf echte Bauernhöfe bei Copacabana – probierst frisch gebrühten Kaffee direkt vom Feld, wanderst mit deinem Guide durch grüne Hügel, lachst mit den Bauern beim hausgemachten Mittagessen und stellst deine eigene Schokolade her, bevor du satt (und vielleicht ein bisschen schlammig) zurückkehrst.
Kennst du das Gefühl, wenn du aus dem Auto steigst und ringsum nur Vogelgezwitscher und sattes Grün zu hören ist? Genau so begann unser Tag in Copacabana, nur eine Stunde von Medellin entfernt, aber es fühlte sich an wie eine andere Welt. Unser Guide Andrés winkte uns mit einem breiten Grinsen zu, und schon ging’s los – erster Halt: die Kakaoplantage. Die Luft roch leicht süßlich und erdig, dazu ein feiner Nieselregen, der alles zum Glänzen brachte. Dass der Weg zur Kaffeefarm so steil sein würde, hatte ich nicht erwartet (Andrés nannte das „kolumbianische Ebene“ – er lachte, als ich ihn ungläubig ansah). Aber wir ließen uns Zeit. Wenn man kurz stehen blieb, konnte man bis ins Tal blicken – was wir mehr als einmal taten.
Oben angekommen, trafen wir Doña Luz und ihren Mann, die uns kleine Tassen Kaffee reichten – stark genug, um die Ahnen zu wecken. Sie zeigten uns, wie sie die Bohnen von Hand pflücken (meine Finger klebten vom Fruchtfleisch) und erklärten jeden Schritt: Entpulpen, Fermentieren, Trocknen auf großen Holzgestellen. Gerade als wir zwei verschiedene Kaffeezubereitungen probierten, hörte der Regen auf; ich denke noch immer an das rauchige Aroma aus ihrem alten Kaffeekessel über offenem Feuer. Das Mittagessen gab’s unter einem Wellblechdach, während Hühner umherliefen – Reis, Bohnen und ein Rindereintopf, der besser schmeckte als alles, was ich je in einem Restaurant hatte. Die Limonade war so frisch, dass sie fast prickelte.
Nach dem Essen ging’s zurück zur Schokoladenseite – ehrlich gesagt war ich halb satt und halb aufgeregt. Die Kakaofrüchte sind schwerer, als sie aussehen; sie aufzubrechen ist eine klebrige Angelegenheit (die Samen sind schleimig-süß). Wir rösteten sie über Holzfeuer, bis alles nach gerösteten Nüssen und etwas Dunklem duftete. Das Mahlen per Hand erfordert Geduld; meine Arme waren müde, aber es hat sich gelohnt, als wir Ingwer und Zitronenschale für unsere eigene Schokolade mischten. Li versuchte „Schokolade“ auf Spanisch auszusprechen und alle lachten – „chocola-teh“, nicht „choco-late“, wie sich herausstellte.
Ich ging mit dreckigen Fingernägeln und einer Tüte warmer Schokolade im Rucksack nach Hause. Das Schönste war nicht mal das Probieren oder Selbermachen – sondern nach dem Mittagessen zusammenzusitzen und Geschichten zu hören, wie hart die Arbeit hier ist, aber auch wie stolz sie auf das sind, was sie anbauen. Das bekommt man einfach nicht, wenn man Kaffee oder Schokolade nur im Laden kauft, weißt du?
Ungefähr eine Stunde mit dem Auto nördlich von Medellin.
Ja, Abholung und Rückfahrt von deinem Hotel in El Poblado oder Laureles sind inklusive.
Die Wanderung führt etwa 250 Meter bergauf auf Naturwegen; steil, aber kurz (10–15 Minuten).
Ja, ein traditionelles regionales Mittagessen mit frischer Limonade ist auf dem Bauernhof inklusive.
Ja, du kannst frisch gerösteten Kaffee und handgemachte Schokolade direkt auf den Höfen kaufen.
Die Tour ist für die meisten Fitnesslevel machbar, aber wegen der Wanderung nicht für Schwangere oder Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen empfohlen.
Ja, dein privater Guide spricht Englisch und Spanisch.
Wanderschuhe oder Schuhe mit gutem Grip sind empfehlenswert, da die Wege nass oder steil sein können.
Dein Tag umfasst privaten Transport mit Abholung und Rückfahrt in Medellin (El Poblado oder Laureles), Eintritt zu beiden Bauernhöfen, praktische Erlebnisse an jedem Stopp mit zweisprachigen lokalen Guides sowie ein traditionelles, hausgemachtes Mittagessen direkt auf dem Hof, bevor es zurück im klimatisierten Fahrzeug geht.


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