Du schlenderst durch Nordkatars alte Häfen und Fischerdörfer, berührst im Zubara Fort uralte Steine, während dein Guide spannende Geschichten erzählt, atmest die salzige Luft an den Mangroven bei Purple Island ein und lässt den Tag bei Tee in einem Kalksteindorf ausklingen, wo die Zeit langsamer zu laufen scheint. Kein großer Trubel – aber unvergesslich.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich das Meer riechen würde, bevor ich es überhaupt sehe. Unser Fahrer öffnete das Fenster, als wir den Hafen von Al Khor erreichten, und plötzlich wehte eine salzige Brise herein, vermischt mit einem leicht fischigen und süßen Duft – fast wie altes Holz von den Dhows, die am Steg schaukelten. Li, unsere Reiseleiterin, winkte uns zu einer Gruppe Fischer, die gerade ihre Netze entwirrten. Sie erzählte, dass Al Khor früher das Herz der Perlentaucherzeit in Katar war. Heute ist es viel ruhiger; wenn man kurz innehält, hört man fast das Wasser an den Booten plätschern. Ich versuchte mir vorzustellen, wie es hier geklungen haben muss, als Händler und Perlentaucher über die Docks riefen.
Danach fuhren wir weiter durch Al Thakira in Richtung Mangroven. Die Straße wurde staubiger, und ich warf immer wieder Blicke auf die grünen Flecken, die in der weiten Sandlandschaft fast fehl am Platz wirkten. Als wir bei Purple Island anhielten, hörte ich überall Vögel – ehrlich gesagt mehr als Menschen. Ein scharfer, kräuteriger Geruch stieg von den Mangroven auf, wenn man nah genug herantrat. Li zeigte auf winzige Krabben, die im Schlamm herumhuschten, und lachte, als ich fast auf eine getreten wäre (darauf bin ich nicht stolz). Wir sind nicht Kajak gefahren, aber allein das Spazieren auf den Holzstegen fühlte sich auf eine unerwartet friedliche Weise an – ganz anders, als ich es von einer „Tagesausflug Nordkatar“-Tour erwartet hatte.
Als nächstes stand das Zubara Fort auf dem Programm – es taucht einfach aus dem Nichts auf, helle Kalksteinmauern vor dem riesigen blauen Himmel. Die Wände sind rau unter der Hand und selbst in der Sonne noch kühl. Drinnen lagen Überreste aus alten Handelszeiten: Tonscherben, Schmuckstücke. Li erklärte, dass Archäologen hier noch immer graben; sie wirkte richtig begeistert, was mich dazu brachte, alles genauer zu betrachten. Fast niemand war sonst da, nur ein paar Kinder, die sich im Innenhof jagten.
Zum Abschluss besuchten wir ein kleines katarisches Dorf nahe Al Shamal, wo die Häuser aus Kalkstein und Lehm gebaut sind – an klaren Tagen kann man von hier aus sogar Bahrain sehen (wir hatten leider Dunst). Einige ältere Männer saßen draußen beim Tee, nickten uns zu, sagten aber wenig. Die Luft roch leicht nach Kardamom und Staub. Ich denke noch oft an den Ausblick vom Zubara Fort – so offen und still, dass es einem fast in den Ohren klingelt.
Al Khor liegt etwa 50 Kilometer nördlich von Doha.
Ja, das Zubara Fort ist eine der Hauptstationen dieser Tour.
Ja, das Zubara Fort ist Katars erstes UNESCO-Weltkulturerbe.
Ja, du besuchst ein traditionelles katarisches Dorf bei Al Shamal mit Häusern aus Kalkstein und Lehm.
Ja, die Abholung ist bei der Buchung des Tagesausflugs inklusive.
Wasserflaschen sowie Kaffee oder Tee sind während der Tour inklusive.
Bei klarer Sicht kann man von Al Shamal aus Bahrain sehen.
Man kann zwischen den Mangroven spazieren oder, wenn verfügbar, Kajak fahren; die meisten genießen einfach die Naturwanderungen.
Dein Tag beinhaltet die Abholung am Hotel in einem klimatisierten Fahrzeug mit privatem Transport, falls als Privat-Tour gebucht. Wasserflaschen sind immer dabei (es wird heiß), dazu Kaffee oder Tee – so bleibst du beim Erkunden der Häfen, Festungen und Dörfer im Norden immer erfrischt.


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