Mit einem lokalen Guide fährst du von Kampot in die kühlen Hügel von Bokor, hältst für Räucheropfer am Lok Yeay Mao Denkmal, erfrischst dich am Popokvil-Wasserfall, steigst die Tempelstufen von Wat Sampov Pram hinauf und erkundest die geheimnisvolle alte Kirche – jeder Halt erzählt seine eigene Geschichte. Ruhige Momente und wilde Natur, die dir lange im Kopf bleiben werden.
Das Erste, woran ich mich erinnere, ist der Wind – scharf und leicht süßlich, mit diesem grünen Duft, den man in Kambodscha nur nach Regen riecht. Kurz nach dem Frühstück saßen wir in einem Tuk Tuk und fuhren aus Kampot los, unser Fahrer Dara summte eine alte Khmer-Pop-Melodie. Die Straße hoch zum Bokor ist alles andere als glatt (meine Zähne erinnern sich noch), aber die Ausblicke raubten mir immer wieder den Atem: Reisfelder zogen vorbei, Wolken hingen an den fernen Hügeln. Dara zeigte auf einen Affen, der über die Straße huschte – ich blinzelte und verpasste ihn, aber er lachte nur und meinte, die Affen tauchen immer dann auf, wenn man nicht hinschaut.
Unser erster Halt war das Lok Yeay Mao Denkmal. Sie ist riesig – viel größer als erwartet – mit Weihrauch, der um ihre Füße kringelte, und Einheimischen, die still Opfergaben niederlegten. Dara erzählte, sie beschütze Reisende; ich versuchte, ihren Namen richtig auszusprechen, habe ihn aber wohl verhunzt. Die Luft dort oben fühlte sich anders an, irgendwie kühler, mit dieser stillen Atmosphäre, die entsteht, wenn alle respektvoll innehalten. Dann fuhren wir weiter den Berg hinauf zum Popokvil-Wasserfall. Es war nicht voll (wahrscheinlich, weil Wochentag war), nur wir und ein paar Kinder, die im Wasser planschten. Ich tauchte meine Füße hinein – eiskalt! Aber ehrlich gesagt tat es nach dem Aufstieg richtig gut.
Als Nächstes besuchten wir Wat Sampov Pram, der direkt am Abgrund des Berges liegt, wo verblasste Fahnen im Wind wehten. Unter einem Baum unterhielten sich Mönche, ihre orangefarbenen Roben leuchteten vor dem grauen Stein. Die Aussicht von dort oben ist wild – Wolken, die über den Dschungel ziehen, und ab und zu blitzt die Sonne durch. Wir schlenderten eine Weile leise umher; selbst Dara schien hier langsamer zu werden.
Der letzte Stopp war die alte katholische Kirche. Sie ist verlassen, wirkt aber trotzdem lebendig – Moos kriecht an den roten Backsteinwänden hoch, Vögel nisten dort, wo früher Fenster waren. Ich versuchte mir vorzustellen, wie es klang, wenn damals Gottesdienste hier widerhallten; jetzt hört man nur den Wind und das Knirschen der eigenen Schritte auf dem Kies. Wir blieben länger als geplant (ich verlor das Zeitgefühl), bevor wir zurückfuhren, während die Nachmittagsschatten langsam über alles krochen.
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