Erlebe Tokyos legendäre Toyosu-Thunfisch-Auktion aus der Vogelperspektive, bevor du mit deinem Guide durch die lebhaften Gassen von Tsukiji schlenderst. Probiere Streetfood, lerne Markthandwerk kennen und spüre die echte Energie, das Lachen über Sprachpatzer und den Alltag, wie Tokyo isst.
Fast hätte ich den Start um 5 Uhr morgens verpasst – mein Wecker hatte versagt, also stürmte ich mit noch nassen Haaren und offenen Schnürsenkeln aus dem Hotel. Unsere Guide Junko lächelte nur und reichte mir einen Kaffee vom Kiosk am Bahnhof. „Du hast es geschafft“, sagte sie, und das hat sofort die Stimmung gesetzt. Die Luft vor dem Toyosu-Markt war kalt und salzig, und aus dem gläsernen Gebäude hallten schon entfernte Rufe. Wir reihten uns mit einer kleinen Gruppe auf der öffentlichen Aussichtsplattform im dritten Stock ein und blickten auf die berühmte Thunfisch-Auktion hinab. Man kommt nicht direkt aufs Parkett, aber das Zuschauen, wie die blau gekleideten Käufer mit Handzeichen um die riesigen gefrorenen Fische feilschten, war trotzdem elektrisierend. Kurz vor jedem Gebot herrschte eine seltsame Stille – damit hatte ich nicht gerechnet.
Danach führte uns Junko durch glänzende Gänge voller Sushi-Bars, die leicht nach Essig und Algen dufteten. Sie erzählte, wie Toyosu 2018 den Tsukiji-Markt als Tokyos Hauptfischmarkt ablöste – und dass selbst Spitzenköche hier jeden Morgen die besten Stücke jagen. Wir sprachen über Messertechnik und Thunfisch-Qualitäten und versuchten, niemandem im Weg zu stehen (es ist wirklich ein funktionierender Markt). Einmal versuchte ich, „maguro“ richtig auszusprechen – Junko lachte herzlich, das hatte ich wohl verdient.
Mit der U-Bahn ging es anschließend nach Tsukiji. Der Unterschied war sofort spürbar: Tsukiji ist voller Lärm und Farben, alte Herren bieten gegrillte Jakobsmuscheln an, Frauen reichen kleine Tassen grünen Tee. Man muss geschickt Lieferwagen und Selfie-Sticks ausweichen. Ich probierte etwas Rauchiges am Spieß (was genau, weiß ich bis heute nicht) und kaufte süßes Tamagoyaki an einem Stand, wo die Köchin mir zuzwinkerte, weil ich mit der linken Hand Stäbchen benutzte. Überall herrschte geschäftiges Treiben von Einheimischen, die vor der Arbeit frühstückten – es fühlte sich weniger wie eine Tour an, sondern eher wie ein Einblick in ein tägliches Ritual.
Mittags taten mir die Füße weh, aber ich wollte noch nicht gehen. Junko zeigte mir ihren Lieblings-Ramenladen für später („falls du noch Hunger hast“), bevor wir uns nahe Ginza trennten. Manchmal, wenn ich zuhause einfachen Reis esse, denke ich an den frühen Morgen, den frischen Fisch und die Sojasauce, die durch Toyosu ziehen – das zaubert mir einfach so ein Lächeln ins Gesicht.
Die Auktion startet sehr früh morgens, etwa um 5:00 Uhr.
Nein, Besucher schauen von einer öffentlichen Plattform im dritten Stock zu; der Zugang zum Parkett ist nicht erlaubt.
Ja, die Abholung erfolgt zu Fuß mit deinem Guide innerhalb bestimmter Bereiche Tokyos.
Ja, die Tour führt zu beiden Märkten, Toyosu und Tsukiji.
Ja, alle Bereiche sind rollstuhlgerecht und Kinderwagen sind erlaubt.
Ein Ticket für die Aussichtsplattform ist nicht enthalten; Gäste müssen sich online vorab registrieren, falls sie sie betreten möchten.
Es sind keine festen Verkostungen enthalten, aber du kannst unterwegs an den Ständen Essen kaufen.
Die Dauer variiert je nach Tempo, deckt aber beide Märkte in einem Vormittag ab.
Dein Tag beginnt mit dem Treffen deines lizenzierten englischsprachigen Guides zu Fuß in zentralem Tokyo für einen frühen Start am Toyosu-Fischmarkt (mit Blick von der öffentlichen Aussichtsplattform), gefolgt von einer geführten Erkundung der lebhaften Gassen des Tsukiji-Markts. Die Tour endet dort, wo du möchtest – alles barrierefrei für Kinderwagen und Rollstuhl.
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