Erkunde fast zwei Kilometer mittelalterliche Stadtmauern, schlendere durch Museen in alten Türmen, bewundere Renaissance-Meisterwerke in stillen Galerien und genieße die Atmosphäre unter bemalten Theaterdecken – alles mit nur einer Karte. Kopfsteinpflaster, spannende Geschichten und vielleicht sogar Glockenklang aus einem offenen Fenster inklusive.
Dein Tag umfasst Eintrittskarten für alle fünf Kulturstätten, die von der Cittadella Card abgedeckt werden: täglicher Zugang zur mittelalterlichen Stadtmauer, plus Besuche im Pretorio-Palast, Dommuseum, Theater (an Wochenenden und Feiertagen) und einmal monatlich im Oratorium des Erlösers – einfach vorab die Öffnungszeiten online checken.
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Alle Bewertungen lesen ›Schon halb oben auf dem Mauerrundgang wurde mir klar, wie hoch wir wirklich waren – fünfzehn Meter über Cittadella, der Wind zupfte an meiner Jacke, und dieser typische Geruch von altem Stein lag in der Luft. Unser Guide Matteo zeigte auf das bunte Dachmeer unter uns und erzählte von Marostica in der Ferne. Ich versuchte, die Stadt zu erspähen, wurde aber von einer Gruppe Kinder abgelenkt, die lachend vorausrannten und deren Stimmen zwischen den alten Mauern widerhallten. Der Weg unter unseren Füßen fühlte sich stabil an (er wurde restauriert), doch man konnte sich gut vorstellen, wie hier früher die Stadt verteidigt wurde – mit Schießscharten und allem Drum und Dran.
Im Torre di Malta tauchten wir ins Belagerungsmuseum ein. Dort war es ruhiger, nur wir und ein paar verblasste Rüstungen hinter Glas. Der Aufstieg zum Belvedere raubte mir kurz den Atem (Treppen sind kein Kinderspiel), aber die Aussicht – Wolken, die sanft über die Euganeischen Hügel zogen – ließ mich länger verweilen als geplant. Es hat etwas Magisches, die Landschaft von oben zu sehen: Man fühlt sich winzig und gleichzeitig unglaublich privilegiert. Wir schlenderten durch Räume mit alten Landkarten und entdeckten sogar ein Reenactment-Zimmer im Haus des Hauptmanns, wo Matteo scherzte, er wäre ein schlechter Ritter gewesen.
Im Pretorio-Palast verbrachten wir mehr Zeit als gedacht. Die gemalten „Wandteppiche“ wirkten so echt, dass ich zweimal hinschauen musste. Ein Fenster stand einen Spalt offen, und irgendwo draußen läuteten Glocken, vermischt mit gedämpften Stimmen aus dem Erdgeschoss. Später schlichen wir ins Dommuseum (nur am Wochenende geöffnet), um Jacopo Bassanos „Abendmahl in Emmaus“ zu sehen – eigentlich bin ich kein großer Kunstfan, aber diese Farben haben mich echt gefesselt. Das Theater war unser letzter Halt; Deckenfresken von Bagnara (dem gleichen Künstler wie in Venedigs La Fenice) und samtige Sitze, die beim Hinsetzen knarrten.
Zum Schluss ging es ins Oratorium des Erlösers – das ist nur einmal im Monat geöffnet, also hatten wir Glück. Drinnen roch es leicht nach Wachs und altem Holz, und unser Guide flüsterte Geschichten über Louis Dorignys Kunstwerke, als wollten wir niemanden wecken. Meine Füße waren müde, aber mein Kopf voll mit kleinen Details – diese Eindrücke, die man lange mit sich trägt. Ehrlich gesagt denke ich manchmal noch an die Aussicht vom Mauerrundgang, wenn es zuhause mal wieder zu laut wird.
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