Von Reykjavik aus geht’s mit einem Monstertruck los, bevor du dich für eine etwa einstündige Schneemobil-Tour über die wilde Weite des Langjökull-Gletschers fertig machst. Mit deinem lokalen Guide entdeckst du entfernte Gletscher und Bergketten – und tauscht vielleicht sogar Geschichten in der frostigen Luft aus. Dieses Gefühl der grenzenlosen Stille wirst du lange mit dir tragen, auch wenn du schon wieder in der Stadt bist.
Die Schneemobil-Tour auf dem Langjökull dauert ungefähr eine Stunde.
Ja, Abholung und Rückfahrt in Reykjavik sind im Preis enthalten.
Ja, ein gültiger Führerschein ist Voraussetzung zum Fahren des Schneemobils.
Nein, die Tour ist für Kinder unter 8 Jahren nicht geeignet.
Du bekommst einen Anzug, Handschuhe, Sturmhaube, Skibrille und Helm – alles, was du zum Schneemobilfahren brauchst.
Standardmäßig fahren zwei Personen pro Schneemobil; bei Verfügbarkeit kannst du gegen Aufpreis auch alleine fahren.
Nein, Essen ist nicht inklusive – nur Ausrüstung und Transport sind enthalten.
Die Tour wird Schwangeren sowie Personen mit Rücken- oder Herz-Kreislauf-Problemen nicht empfohlen.
Dein Tag beinhaltet die Abholung und Rückfahrt vom Hotel in Reykjavik, eine etwa einstündige geführte Schneemobil-Tour über den Langjökull, die du dir mit einem weiteren Gast teilst (oder gegen Aufpreis auch solo fahren kannst), die komplette Ausrüstung mit Anzug, Handschuhen, Brille, Sturmhaube und Helm – sowie die Fahrt im dröhnenden Super Jeep oder Monstertruck zum Basislager und zurück in die Stadt.
Das Erste, woran ich mich erinnere, ist das Brummen des Monstertrucks, als wir Reykjavik hinter uns ließen – kein Geräusch, das man in den verschneiten Hügeln erwartet. Unser Fahrer Jón erzählte ununterbrochen von seinen Kindheitswintern und wie er bis heute den Geschmack von fermentiertem Hai nicht erträgt. Die Fahrt nach Skjol dauerte länger als gedacht, doch ehrlich gesagt war es fast hypnotisch, die endlosen weißen Weiten am Fenster vorbeiziehen zu sehen. Ich drückte mein Gesicht ans Glas, bis jemand eine Herde zotteliger Pferde entdeckte, die einfach da standen, als gehörte ihnen die ganze Gegend.
Das Anziehen am Basislager war fast eine Komödie – alle kämpften mit Reißverschlüssen und riesigen Handschuhen. Meine Sturmhaube ließ mich wie einen unbeholfenen Ninja aussehen (meine Freundin machte ein Foto und meinte, das kommt auf ihren Kühlschrank). Unsere Guide Li erklärte alles doppelt, weil ich ständig fragte, ob ich mit dem Schneemobil umkippen würde. Sie lachte und meinte, das sei schwerer, als es aussieht, sich so richtig hinzulegen. Als wir endlich über den Langjökull fuhren, hörte ich nur noch den Motor und meinen Atem im Helm – darüber ein riesiger blauer Himmel und sonst nichts für Meilen und Meilen.
Wir hielten an einem Punkt, von dem aus man die Gletscher Eiríksjökull und Hofsjökull in der Ferne sehen konnte. Die Luft schmeckte scharf – fast metallisch – und meine Wimpern waren mit kleinen Frostperlen bedeckt. Li zeigte auf die Bergkette Kerlingafjöll und erzählte alte Geschichten ihrer Großeltern, in denen Trolle unter dem Eis leben sollten. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich dort draußen so klein und gleichzeitig so lebendig fühlen würde. Selbst jetzt, wenn es zuhause mal laut wird, denke ich an diese Stille auf Islands zweitgrößtem Gletscher zurück... und bekomme sofort Lust, wiederzukommen.
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