Erkunde die normannische Landschaft im Vintage-Sidecar mit einem lokalen Guide, der jede kleine Straße und Geschichte kennt. Steh am Omaha Beach, spüre die Geschichte hautnah, halte inne am amerikanischen Soldatenfriedhof und wärme dich optional bei einem Cidre auf einem jahrhundertealten Hof, bevor es zurück nach Bayeux geht.
Ganz ehrlich – ich wollte fast abspringen, als ich im Spiegel am Bahnhof Bayeux meine zerzausten Haare unter dem Helm sah. Doch unser Guide Luc grinste nur und reichte mir diese altmodischen Fliegerbrillen, mit denen ich aussah wie ein Comic-Pilot. Die ersten Minuten im Sidecar waren wackelig (ich war sicher, wir kippen gleich um), doch dann fuhren wir über die kleinen Landstraßen der Normandie – umgeben von stillen Feldern, ein leichter Nieselregen auf der Wange und Luc, der Geschichten über die Schulter rufend erzählte, während Kühe uns völlig gelassen hinterherschauten.
Unser erster Halt war Arromanches. Fotos hatte ich schon gesehen, aber dort zu stehen und die Überreste des Mulberry-Hafens zu sehen – diese riesigen Betonteile halb im Meer versunken – das berührte mich tief. Luc zeigte, wo damals die Schiffe während des D-Day anlegten. Er erzählte von seinem Großvater, der Brot für die Soldaten versteckte, und zuckte dabei nur lässig mit den Schultern, als wäre das ganz normal. Die Luft roch salzig und kalt, hinter uns kämpften Möwen um irgendwas. Meine Hände froren in den Handschuhen, aber das war mir egal.
Als Nächstes kam Omaha Beach. Komisch – da spielten Kinder mit einem Fußball, nicht weit entfernt von all dem, was hier geschah. Luc ließ uns eine Weile allein und sagte: „Nehmt euch Zeit.“ Ich griff mir eine Handvoll nassen Sand – einfach so, ohne besonderen Grund. Der amerikanische Soldatenfriedhof oben war so still, dass man fast flüstern musste. Überall weiße Kreuze, das Gras so grün, dass es auf Fotos fast unecht wirkt. Ein älteres Paar stand gemeinsam an einem Grab – manchmal denke ich noch an ihre Gesichter.
Auf dem Rückweg machten wir Halt auf einem Apfelhof (optional, aber wirklich empfehlenswert). Die Frau, die den Cidre ausschenkte, lachte, als ich versuchte, „Calvados“ richtig auszusprechen – ich bin mir ziemlich sicher, ich habe es verhauen. Der Cidre schmeckte gleichzeitig frisch und süß, und die Scheune roch nach Äpfeln und feuchtem Holz. Wir fuhren zurück durch Bayeux, genau als die Kirchenglocken zu läuten begannen – ob das Zufall war oder Absicht, weiß ich nicht.
Die Tour dauert einen halben Tag, mit etwa 1 Stunde 45 Minuten Fahrt über Landstraßen und Stopps an wichtigen Orten.
Ja, dein Guide holt dich gerne am Hotel, Bahnhof oder Touristenbüro in Bayeux ab.
Du besuchst Arromanches, die Batterie Longues-sur-Mer, den Hafen Port-en-Bessin, Omaha Beach und den amerikanischen Soldatenfriedhof.
Die Cidre-Verkostung auf der Ferme de la Sapiniere ist optional – du kannst selbst entscheiden, ob du mitmachen möchtest.
Ja, Helme, Handschuhe, Motorradbrillen und Regenkleidung sind inklusive, damit du sicher und bequem unterwegs bist.
Ja, die Tour ist für alle Fitnesslevels geeignet, jedoch nicht für Schwangere empfohlen.
Ja, in Bayeux gibt es gute Anbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Treffpunkt.
In die Vintage-Sidecars passt jeweils ein Passagier plus der Fahrer/Guide.
Dein Tag beinhaltet die Abholung vom Hotel oder einem vereinbarten Ort in Bayeux, komplette Fahrerausrüstung wie Helm und Handschuhe (auch Regenkleidung bei Bedarf), geführte Besuche in Arromanches, der Batterie Longues-sur-Mer, dem Hafen Port-en-Bessin, Omaha Beach und dem amerikanischen Soldatenfriedhof – plus eine optionale Cidre-Verkostung, bevor es zurück durch das mittelalterliche Bayeux geht.


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