Du paddelst durch Class-III-Stromschnellen auf dem Balsa River mit Guides, die jede Kurve kennen. Zwischendurch gibt’s Zeit zum Schwimmen und frisches Obst am Dschungelufer, dazu Tierbeobachtungen, wenn du Glück hast. Zum Abschluss wartet ein gemeinsames Mittagessen bei La Finquita – müde, aber irgendwie ganz entspannt.
„Wenn du ins Wasser fällst, einfach auf den Rücken legen und in den Himmel schauen“, grinste unser Guide Marco, während er mir das Paddel reichte. Ich versuchte mutig zu wirken, doch meine Hände waren schon feucht – ob vor Aufregung oder der schwülen Morgenluft in La Fortuna, wusste ich nicht. Kaum hatten wir das Hotel verlassen, beschlugen die Van-Fenster, und als wir am Balsa River ankamen, hörte ich das Wasser schon, bevor ich es sah – ein tiefes, gleichmäßiges Rauschen, vermischt mit Vogelrufen aus dem dichten Grün. Vor uns paddelte ein Typ namens Luis im Kajak, wohl für den Fall, dass jemand unfreiwillig baden geht. (Ich vermied Blickkontakt.)
Die ersten Stromschnellen trafen heftiger als gedacht. Wasser spritzte mir ins Gesicht, und für einen Moment schmeckte ich nur Fluss und Adrenalin – irgendwie süß? Oder vielleicht war das mein Frühstück, das sich meldete. Marco rief immer wieder „Vorwärts paddeln!“, und irgendwie hörten wir alle zu, obwohl wir halb vor Lachen kaum noch konnten, nachdem meine Freundin fast ihren Schuh verloren hatte (lose Sandalen sind hier keine gute Idee). Zwischen den Wellen legten wir an einem moosbewachsenen Ufer an, wo sie Ananas und Wassermelone für uns schnitten. Das Obst schmeckte kälter als erwartet – vielleicht, weil meine Hände vor Aufregung zitterten oder weil alles besser schmeckt, wenn man denkt, man könnte gleich aus dem Boot fallen.
Danach wurde es ruhiger. Der Fluss beruhigte sich, und Marco zeigte uns Affen hoch oben in den Bäumen – winzige Gesichter, die durch die Blätter lugten. Es gab diesen Moment, in dem keiner sprach; nur das Eintauchen der Paddel ins Wasser und das Sonnenlicht, das durch die Äste tanzte. Er erklärte, wie man Tukane an ihrem Ruf erkennt (ich krieg’s bis heute nicht hin), und jemand schwor, ein Faultier gesehen zu haben – für mich sah das eher wie ein Moosbüschel aus. Es tat gut, einfach so zu treiben, ohne irgendwo hin zu müssen.
Das Mittagessen bei La Finquita war einfach, aber perfekt – Reis, Bohnen, Hühnchen mit einem rauchigen Geschmack, als hätte es echtes Feuer gesehen, nicht nur den Grill. Alle hatten zerzaustes Haar von Helm und Flussspritzern, aber das störte niemanden mehr. Marco erzählte Geschichten von seiner Kindheit am Arenal, wie er früher hier schwimmen lernte; da wünschte ich mir, ich hätte als Kind auch etwas Mutiges gewagt. Auf der Rückfahrt nach La Fortuna dachte ich immer wieder an diese ruhige Wasserstelle unter den Bäumen – manchmal braucht man erst Lärm, um die Stille wirklich zu hören.
Ja, der Balsa River bietet Class-III-Stromschnellen, die mit erfahrenen Guides auch für Einsteiger gut machbar sind.
Der Balsa River liegt etwa 30 Minuten Fahrt von den meisten Hotels in La Fortuna entfernt.
Ja, frisches Obst am Flussufer und ein Mittagessen im Restaurant La Finquita sind im Preis enthalten.
Trage am besten Wasserschuhe oder fest sitzendes Schuhwerk, das beim Rafting nicht verloren geht.
Ja, der Transfer vom und zum Hotel ist bei der Buchung inklusive.
Ja, mit etwas Glück entdeckst du Wasservögel, Affen, Faultiere, Tukane oder tropische Frösche entlang des Flussufers.
Kinder können mitfahren, wenn sie von zwei zahlenden Erwachsenen begleitet werden; bei Bedarf sind spezielle Kindersitze verfügbar.
Die Tour ist nicht empfohlen für Personen mit Rückenproblemen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Schwangere.
Dein Tag beinhaltet den Hoteltransfer im Raum La Fortuna, während der Tour Wasserflaschen, alle Eintrittsgebühren für die besten Abschnitte des Balsa River, frisches Obst direkt am Flussufer während der Pause sowie ein traditionelles costa-ricanisches Mittagessen bei La Finquita, bevor es gemeinsam zurück in die Stadt geht.


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