Umgehe die Warteschlangen bei einer privaten Halbtagestour durch Pekings Sommerpalast – schlendere entlang der bunten Läden der Suzhou-Straße, erklimme den Langlebigkeitsberg mit Blick auf den See und lausche den Geschichten deines Guides. Trau dich und probiere kandierten Weißdorn. Am Ende hast du vielleicht mehr Fragen als Antworten – und genau das macht den Zauber aus.
Ganz ehrlich, ich dachte zuerst, das „ohne Anstehen“ sei nur ein Werbegag – aber es stimmt wirklich. Wir kamen am Sommerpalast an und unsere Führerin Li winkte uns einfach durch, als würde sie dort zu Hause sein. Die Luft roch typisch nach Pekinger Sommer – leicht süßlich, ein bisschen staubig – und überall spielten Familien, Kinder rannten unter den alten Weidenbäumen herum. Ich hatte schon Fotos von diesem Ort gesehen, aber als ich dort stand und das Wasser am Steintreppenrand plätscherte, wirkte alles viel größer, irgendwie lebendiger.
Li erzählte uns von der Kaiserinwitwe Cixi und ihrer Leidenschaft für diesen Garten (sie nannte ihn ihr „Spielplatz“, was mich zum Schmunzeln brachte). Dann bogen wir auf die Suzhou-Straße ab – ein kleiner Kanal, gesäumt von Läden in knalligen Rot- und Blautönen, die fast schon ins Auge stachen. Ein Mann verkaufte kandierte Weißdornstäbchen, ich probierte eins – klebrig-säuerlich auf der Zunge. Wir schlenderten den Langen Korridor entlang (Li meinte, es sei der längste bemalte Korridor der Welt – keine Ahnung, wie man das misst), und jeder Balken zeigte ein anderes Bild. Einige waren vom Wetter verblasst, man roch das alte Holz und vielleicht ein bisschen Räucherwerk aus der Nähe.
Der Aufstieg zum Langlebigkeitsberg war weniger anstrengend als gedacht – obwohl ich öfter mal eine Pause zum Luft holen einlegte. Von oben hat man einen fantastischen Blick über den Kunming-See, Boote trieben langsam wie faule Käfer dahin. Es war an dem Tag leicht diesig, was alles irgendwie weicher wirken ließ. Li zeigte uns Details am Turm des Buddhistischen Weihrauchs – die Hälfte hab ich wahrscheinlich schon wieder vergessen – aber ich erinnere mich, wie sie lachte, als ich versuchte, die Namen auf Mandarin nachzusprechen. Sie meinte, mein Akzent klänge „sehr ausländisch“, aber immerhin hatte ich es versucht.
Auf dem Rückweg gingen wir durch ruhigere Pfade, wo Einheimische unter Pavillons Karten spielten. Niemand drängte uns – vielleicht weil es eine private Tour war, oder weil die Zeit hinter diesen Mauern einfach langsamer vergeht. Jedenfalls denke ich noch oft an diesen Moment am Wasser zurück, wie Li von Kaisern und Künstlern erzählte, die hier vor uns wandelten. Das ist nicht nur ein Garten – es sind Geschichten, die man fast anfassen kann, wenn man genau hinhört.
Die Tour dauert etwa einen halben Tag, meist rund 3 Stunden im Sommerpalast plus Transferzeit.
Ja, die Abholung und Rückfahrt vom Hotel im Zentrum Pekings sind inklusive.
Du besuchst den Langlebigkeitsberg, die Südseeinsel, die Suzhou-Straße, den Langen Korridor und die wichtigsten Bereiche im Sommerpalast.
Ja, laut Angaben ist die Tour rollstuhlgerecht.
Ja, alle Eintrittskarten für die genannten Sehenswürdigkeiten sind inklusive.
Du kannst zwischen Abholung um 8:30 Uhr oder 13:30 Uhr wählen.
Nein, Mittagessen ist nicht inklusive; während der freien Zeit kannst du vor Ort selbst etwas kaufen.
Der Guide ist gut ausgebildet und spricht fließend Englisch.
Dein Vormittag oder Nachmittag umfasst die Abholung und Rückfahrt vom Hotel im Zentrum Pekings mit Auto oder Van; Eintrittskarten für alle Bereiche des Sommerpalasts; einen englischsprachigen Profi-Guide, der unterwegs auf der Suzhou-Straße und am Langlebigkeitsberg spannende Geschichten erzählt; außerdem sind alle Benzin-, Park- und Mautgebühren inklusive, sodass du dich ganz entspannt zurücklehnen kannst.


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