Erlebe die Tsaghkadzor-Seilbahn mit grandiosem Bergblick, entdecke die alten Gemäuer des Klosters Kecharis und genieße den Ausblick vom Kloster Sevanavank über den Sewansee. Mit einem lokalen Guide, der dich in Jerewan abholt und unterwegs spannende Geschichten erzählt, erwarten dich ruhige, magische Momente – und vielleicht ein bisschen Wind im Gesicht.
Als wir Jerewan hinter uns ließen, fiel mir sofort auf, wie schnell die Geräusche der Stadt verstummten. Unser Fahrer Aram schwieg zunächst, zeigte nur auf die Berge in der Ferne und fragte, ob wir armenische Musik oder Stille wollten. Ich entschied mich für Musik. Die Straße nach Tsaghkadzor schien sich ständig zu verändern: Mal fuhren wir an kleinen Obstständen vorbei, deren Aprikosen herrlich dufteten, dann wieder standen überall Kiefern. In Tsaghkadzor angekommen, verstand ich sofort, warum es das Tal der Blumen genannt wird – selbst im späten Frühling blühten bunte Wildblumen neben der Seilbahnstation.
Ich war mir wegen der Seilbahn unsicher – Höhen sind nicht so mein Ding – doch unsere Reiseleiterin Anna meinte, die Aussicht lohne sich. Und sie hatte recht. Oben eröffnet sich ein Panorama aus grünen Hügeln und schneebedeckten Gipfeln, und es ist fast still, nur der Wind ist zu hören. Ich versuchte ein Foto zu machen, aber meine Hände zitterten ein bisschen (bitte nicht lachen). Zurück auf festem Boden schlenderten wir zum Kloster Kecharis. Es ist viel älter als es wirkt – Anna erzählte, manche Steine sind fast 900 Jahre alt. Im Inneren roch es nach feuchtem Stein und Kerzenwachs. Eine Einheimische kam herein und stellte sich still neben einen Altar; wir wollten nicht stören.
Die Fahrt von Tsaghkadzor zum Sewansee dauert etwa 40 Minuten, schätze ich. Das Landschaftsbild ändert sich ständig – mal dichter Wald, dann weite Ausblicke, in denen sich Wolken im Wasser spiegeln. Als wir endlich am Sewansee ankamen, war der erste Blick auf das tiefe Blau einfach beeindruckend. Die Luft fühlte sich hier kälter und klarer an, Möwen kreisten über uns. Wir stiegen hinauf zum Kloster Sevanavank auf der Halbinsel (meine Beine erinnern sich noch an die Stufen). Anna erzählte von Prinzessin Mariam, die das Kloster vor Jahrhunderten errichten ließ. Von dort oben sieht man so weit über den See, dass alles gleichzeitig klein und riesig wirkt.
Ich denke noch oft an diesen letzten Moment vor der Rückfahrt – einfach dazustehen über dem Sewansee, während das Licht sich veränderte, und kaum zu sprechen. In der Nähe grillte jemand Fisch (vielleicht Forelle?), und der Duft wehte im Wind zu uns herüber. Mit schlammigen Schuhen und kalten Händen stiegen wir wieder ins Auto von Aram – und es störte uns kein bisschen.
Die Tour dauert etwa 6-7 Stunden, inklusive Stopps in Tsaghkadzor, am Kloster Kecharis, am Sewansee und auf der Halbinsel Sevanavank.
Ja, die Abholung und Rückfahrt innerhalb Jerewans sind im Preis enthalten.
Ja, die Seilbahnfahrt in Tsaghkadzor ist optional und kann während des Besuchs genutzt werden.
Du kannst bei der Buchung zwischen einem englisch- oder russischsprachigen Guide wählen.
Ein Mittagessen ist nicht automatisch enthalten, aber Wasser wird gestellt. Auf Wunsch können unterwegs zusätzliche Stopps für Essen eingelegt werden.
Ja, Babys sind willkommen; Kinderwagen und spezielle Kindersitze sind auf Anfrage verfügbar.
Dein Tag beinhaltet die kostenlose Abholung und Rückfahrt innerhalb Jerewans, Wasserflaschen für alle, ein klimatisiertes Fahrzeug mit erfahrenem Fahrer (inklusive Versicherung) sowie einen englisch- oder russischsprachigen Guide, falls du diese Option bei der Buchung wählst – zusätzliche Stopps auf Wunsch möglich.


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