Du läufst mit einem einheimischen Guide über Kampalas Hügel, der jede Abkürzung und jede Geschichte kennt. Probier frische Jackfrucht auf dem Nakasero Market, schlendere durch belebte Straßen von Katanga bis zu den Kunsthandwerksständen, halte an Monumenten inne, wo Geschichte spürbar wird – und nimm mehr mit als nur Souvenirs.
Als Erstes fiel mir die Luft auf – warm, aber nicht drückend, mit einem erdigen Duft, der irgendwann an den Klamotten hängen bleibt. Wir trafen uns vor dem Haupttor der Makerere University, die viel ruhiger wirkte, als ich von so einer bekannten Uni erwartet hätte. Unser Guide Steve winkte uns direkt heran, als würde er uns schon ewig kennen. Noch bevor wir uns richtig vorgestellt hatten, lief er schon los, zeigte auf Studierende, die unter Bäumen saßen oder zwischen den Gebäuden hin- und herhuschten. An einer Wand prangte ein riesiges Wandbild – ich hätte gern gefragt, was es bedeutet, aber wir waren schon wieder unterwegs.
Der Weg durch die Katanga-Slums war ein ganz anderes Erlebnis. Kinder kamen angelaufen, um Hallo zu sagen; manche schauten einfach nur neugierig, aber nie feindselig. Überall war Lärm – irgendwo dröhnte ein Radio hinter Wellblechwänden, jemand schnitt Gemüse direkt am Weg. Steve beschönigte nichts, wenn er vom Leben hier erzählte, aber brachte auch einen Spruch über seine erste Wohnung in Kampala (angeblich kleiner als mein Koffer). Der Unterschied zum späteren Kunsthandwerksmarkt war fast ein kleiner Schock – eben noch Pfützen und Motorräder ausweichen, dann plötzlich überall Farben, Perlen und geschnitzte Holztiere in Reih und Glied.
Das Obst auf dem Nakasero Market geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Der Duft kam mir schon entgegen, bevor ich die Stände sah – reife Mangos, irgendwas Süßes und zugleich Herbes, das ich nicht zuordnen konnte. Eine Frau lachte, als ich zögerte, und reichte mir ein Stück Jackfrucht (klebriger als gedacht). Wir setzten uns eine Weile am Independence Monument; Steve erzählte Geschichten aus Ugandas Vergangenheit – stolze Momente, aber auch schwere Zeiten. Es fühlte sich ehrlich an. Die Sonne verschwand immer wieder hinter Wolken, sodass alles mal golden, mal grau wirkte.
Später schauten wir noch in einen Tempel (den Namen habe ich leider nicht mitbekommen) und standen dann vor einem Denkmal für den Zweiten Weltkrieg, wo Steve Ugandas Rolle erklärte – Dinge, die in keinem Reiseführer stehen. Einmal beobachteten wir, wie Taxis um Fahrgäste kämpften; Steve nannte das „organisiertes Chaos“. Dieser Ausdruck blieb mir den ganzen Tag im Kopf – er passt perfekt zu Kampala.
Die Tour startet täglich um 10:00 Uhr oder 14:00 Uhr.
Der Treffpunkt ist das Haupttor der Makerere University.
Ja, während der Tour besuchst du den Nakasero Market.
Du hast etwa 20 Minuten Zeit zum Stöbern und Einkaufen auf dem Kunsthandwerksmarkt.
Ja, Assistenzhunde sind auf dieser Stadtführung erlaubt.
Ein festes Mittagessen ist nicht dabei, aber du kannst frisches Obst auf dem Nakasero Market probieren.
Ja, die Tour ist für alle Fitnesslevel geeignet.
Fahrten sind nicht inklusive, aber öffentliche Verkehrsmittel sind in der Nähe.
Dein Tag beinhaltet die Steuer (GST) sowie geführte Spaziergänge durch die Makerere University, die Katanga-Slums, Kunsthandwerksmärkte, bedeutende Monumente wie das Independence Monument und das Weltkriegsdenkmal – und natürlich Zeit, frisches Obst auf dem Nakasero Market zu probieren.


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