Du saust über acht Ziplines unter dem Petit Piton, entdeckst die Dächer von Soufriere zwischen den Bäumen und das karibisch blaue Meer dahinter und tauscht unterwegs Geschichten mit deinem lokalen Guide aus. Erwarte schmutzige Kleidung, nervöses Lachen und Herzklopfen – aber auch dieses besondere Gefühl von Leichtigkeit nach der Landung.
„Nicht nach unten schauen – außer du willst sehen, wie weit du fliegst!“ grinste unser Guide Andre, während er meinen Gurt am Morne Coubaril Estate befestigte. Ich lachte, doch meine Hände waren schon ganz feucht. Die Luft roch nach nassem Laub und Zuckerrohr – süß und erdig zugleich – und irgendwo unten hörte man das ferne Klopfen von Kokosnüssen. Gerade hatten wir Soufriere hinter uns gelassen, die Stadt wachte langsam auf, und plötzlich stand ich unter dem Petit Piton, mit Helm auf dem Kopf, und fragte mich: Wie bin ich nur dazu gekommen?
Die erste Plattform wirkte höher, als sie vom Boden aus aussah. Andre wiederholte noch einmal die Sicherheitsanweisungen (er nannte mich dabei immer „Boss Lady“, was mich zum Schmunzeln brachte) und gab mir dann einen kleinen Schubs. Die erste Zipline – wow. Es ging schnell, aber nicht beängstigend, sobald man in Fahrt war; ich hörte nur den Wind in den Ohren und irgendwo in den Bäumen das Kreischen der Vögel. Für einen Moment öffnete sich der Blick über das Estate – überall Grün, und ganz weit hinten blitzte das blaue Meer hinter den Palmen hervor. Meine Beine zitterten bei der Landung, aber ehrlich gesagt? Ich wollte sofort noch einmal los.
Insgesamt gibt es acht Ziplines, jede mit ihrer eigenen kleinen Überraschung – eine führt direkt unter verworrenen Lianen hindurch, eine andere schwingt so weit hinaus, dass man die Dächer von Soufriere durch die Bäume sehen kann. Zwischendurch machten wir eine Pause zum Trinken (mein Wasser schmeckte leicht metallisch aus der Flasche) und Andre zeigte uns, wo seine Großmutter früher auf dem Anwesen gearbeitet hatte. Er erzählte Geschichten von Hurrikans und alten Kakaotrockenschuppen – ich hätte nicht gedacht, dass ich zwischen den Fahrten noch etwas lernen würde, aber genau das passierte. Beim letzten Zip hatte sich meine Nervosität in eine Art Freude oder vielleicht einfach Erleichterung verwandelt. Mein Shirt war voller Schweiß und Dreck, aber das war mir total egal.
Ich denke immer noch an dieses Gefühl – die seltsame Mischung aus Angst und Freiheit –, wenn man zwischen Himmel und Blättern hängt und nur ein Seil einen hält. Wenn du einen Tagesausflug von Soufriere suchst, der mehr bietet als nur schöne Aussichten (obwohl die hier wirklich überall sind), dann ist dieses Zipline-Erlebnis jeden wackeligen Schritt wert.
Die Tour dauert insgesamt etwa eine Stunde.
Das Mindestalter liegt bei 5 Jahren, das Gewicht darf 113 kg (250 lbs) nicht überschreiten.
Trage lange Shorts oder Hosen und ein Oberteil, das du gut reinstecken kannst; die Kleidung kann schmutzig oder beschädigt werden.
Ja, ein erfahrener lokaler Guide begleitet die Gruppe während der gesamten Tour.
Ja, alle nötige Ausrüstung und eine Einweisung vor dem Start sind im Preis enthalten.
Öffentliche Verkehrsmittel sind in der Nähe verfügbar, ein Abholservice ist jedoch nicht inklusive.
Der Kurs ist für alle Fitnesslevels geeignet, jedoch nicht empfohlen für Schwangere oder Personen mit Rücken- oder Herz-Kreislauf-Problemen.
Dein Abenteuer umfasst die komplette Sicherheitsausrüstung, eine praktische Einweisung vor dem ersten Flug und die Begleitung durch einen erfahrenen lokalen Guide auf dem achtteiligen Kurs unterhalb des Petit Piton.


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