Erkunde La Coruña entspannt mit dem E-Bike und einem lokalen Guide. Spüre die Atlantikbrise, während du Sehenswürdigkeiten wie den Torre de Hércules und die Plaza de María Pita passierst. Lausche Geschichten über keltische Legenden und römische Leuchttürme, entdecke Skulpturen am Meer und gönn dir eine Pause mit einem kühlen Getränk auf Europas längster Promenade. Locker, aber voller kleiner Überraschungen.
Schon bevor ich richtig wach war, rollten wir an der Uferpromenade von La Coruña entlang – du kennst das Gefühl, wenn dir die salzige Meeresluft direkt um die Nase weht? Unser Guide Pablo winkte uns mit seinem entspannten Lächeln zu und verteilte die E-Bikes (meins war knallblau, etwas gebraucht, aber top in Schuss). Die ersten Minuten fühlten sich komisch an – ich dachte ständig, ich müsste mehr in die Pedale treten – doch dann hatte ich den Dreh raus und sauste mit dem Wind im Rücken am Atlantik entlang. Die Stadt wirkt hier luftig und steinig; Fischer rufen sich zu, Möwen kreischen über uns. Pablo zeigte auf eine Statue, die dem ersten keltischen Siedler gewidmet ist – er versuchte uns die Legende auf Englisch zu erzählen, aber ehrlich gesagt gingen ein paar Details verloren. War aber egal. Viel wichtiger war das Gefühl, mit dem Meer direkt hinter uns zu stehen.
Wir machten Halt am Torre de Hércules, dem ältesten noch in Betrieb befindlichen Leuchtturm der Welt (davon hatte ich keine Ahnung). Reingehen kann man nur, wenn man bereit ist, 250 Stufen zu steigen, also schauten wir ihn uns nur von außen an, während Pablo Geschichten über Schiffswracks und die Römer erzählte. Alte Steine haben so eine besondere Atmosphäre – selbst mit Touristen, die Fotos machen, spürt man das. Ganz in der Nähe stehen riesige Granit-Menhire im Gras – fast wie aus einem Traum oder einem alten Comic. Ich musste einen einfach anfassen, weil ich konnte.
Für mich war das Highlight die Fahrt entlang Europas längster Promenade (ich hab nicht nachgemessen, aber sie schien endlos). Kinder sausten auf Rollern vorbei, ältere Leute spielten Karten auf Bänken. Am Plaza de María Pita angekommen, umgaben uns Bögen, lebhafte Gespräche und überall Tauben. Pablo erzählte, wer María Pita war – eine echte Heldin – aber ich war eher abgelenkt vom Kaffeeduft, der irgendwo herüberwehte. Er reichte uns kalte Getränke und wir setzten uns kurz, um Menschen zuzusehen, die über Fußballergebnisse, Politik oder was auch immer die Galicier an sonnigen Nachmittagen diskutieren, stritten. Dieses Bild vom Wasser im Hintergrund – nicht spektakulär, aber einfach perfekt – bleibt mir im Kopf.
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