Du steigst unter Edinburghs Straßen hinab in die geheimnisvollen Vaults, geführt von einem lokalen Experten. Höre packende Geschichten von Familien, die einst in Damnation Alley lebten, spüre die Kälte der uralten Steinmauern und vielleicht hörst du sogar ein Flüstern aus der Dunkelheit. Diese Tour lässt dich lange nach dem Tageslicht über das nachdenken, was tief unten noch lebt.
Ich kam zu spät, weil ich den Treffpunkt nicht fand – typisch ich. Dabei kann man sich selbst überirdisch in Edinburgh schon verlaufen, bevor man überhaupt unter die Erde geht. Unser Guide Jamie schien das nicht zu stören. Er grinste nur und meinte: „So fängt es bei den meisten an.“ Wir waren etwa zehn Leute, die im Nieselregen vor der South Bridge warteten. Die Stadt wirkte feucht und alt, genau so, wie man es nur in Edinburgh spürt. Der Geruch von nassem Stein lag in der Luft.
Wir bogen in eine enge Treppe ab, und plötzlich veränderte sich alles – die Luft wurde kühler, Geräusche gedämpft. Jamie führte uns durch niedrige Bögen in die Vaults (er nannte diesen Abschnitt mit einem merkwürdigen Stolz „Damnation Alley“). Er erzählte von Familien, die hier vor Jahrhunderten lebten – Kinder, die im Dunkeln aufwuchsen, Menschen, die kaum zum Überleben hatten. Ich versuchte, mir das vorzustellen, doch ehrlich gesagt, konzentrierte ich mich mehr auf das raue Steingefühl unter meiner Hand und wie mein Atem im Licht der Taschenlampe sichtbar wurde. Hinter mir flüsterte jemand, er spüre eine kalte Stelle; Jamie zog nur eine Augenbraue hoch und erzählte weiter von der „South Bridge Entity“. Ob er daran glaubte oder nur unseren Reaktionen zusah, blieb offen.
Ich gebe zu, ich zuckte zusammen, als im Dunkeln ein Handy vibrierte – das hat kurz die Stimmung kaputtgemacht, aber gleichzeitig alles wieder echt gemacht. Die Geschichten blieben mir mehr im Kopf als die Geistererscheinungen. Zum Beispiel, wie diese Vaults jahrelang versiegelt waren und erst zufällig wiederentdeckt wurden. Jamie berichtete von alten Münzen, die zwischen den Steinen gefunden wurden, und einmal hatte er sogar selbst eine Tonpfeife entdeckt (er zeigte uns die Stelle). Ich denke immer noch an die Stille dort unten – nicht leer, eher schwer von alter Luft.
Die Tour dauert etwa 80 Minuten.
Das Mindestalter liegt bei 12 Jahren, Kinder müssen von einem Erwachsenen begleitet werden.
Der Treffpunkt ist in der Nähe der South Bridge im Zentrum von Edinburgh.
Ja, der Treffpunkt ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Man sollte eine moderate Fitness mitbringen, da es Treppen und unebene Wege gibt.
Die Führung wird ausschließlich auf Englisch angeboten.
Die Tour wird Schwangeren sowie Personen mit Rückenproblemen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht empfohlen.
Dein Tag beinhaltet einen erfahrenen lokalen Guide, der dich durch Edinburghs unterirdische Stadt – speziell Damnation Alley – führt, mit allen Geschichten und Zugang von Anfang bis Ende.


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