Du fährst mit dem E-Bike am Vulkankrater von Sete Cidades entlang, rollst durch Wiesen mit Wildblumen und vorbei an alten Mauern hinunter in den Krater, machst Pause an den blauen und grünen Seen und schlenderst durchs alte Dorf – dann geht’s mit elektrischem Rückenwind wieder hoch. Genieße ruhige Momente am Wasser und kleine Überraschungen auf dem Weg.
„Keine Sorge, der Akku macht den größten Teil der Arbeit“, grinste unser Guide Paulo und klopfte dem E-Bike liebevoll auf den Rahmen, als wäre es ein treuer alter Begleiter. Ich wollte es kaum glauben – bis wir tatsächlich losfuhren und am Kraterrand von Sete Cidades entlangpedalierten. Der Wind dort oben war im Juni überraschend frisch, mit einem Hauch von feuchtem Gras und Vulkanerde in der Luft. Alle paar Meter bremste Paulo ab, um auf etwas hinzuweisen – eine alte Steinmauer hier, ein Fleck Wildblumen dort. Die Zeit verging wie im Flug, denn jede Kurve eröffnete einen neuen Ausblick, der uns länger verweilen ließ als geplant.
Der Abstieg in den Krater war ehrlich gesagt mein Lieblingsmoment. Da rollst du den Hang hinunter und plötzlich liegen der blaue und der grüne See nebeneinander vor dir – zwei völlig unterschiedliche Farben. Ich wollte Paulo fragen, warum das so ist (er erklärte was von Algen und Licht), aber vor allem erinnere ich mich daran, wie still es am Wasser war. Wir stellten unsere Räder an einer alten Brücke ab, wo ein paar Kinder mit Schnur und Stöcken angeln. Das Dorf selbst wirkte verschlafen, als wären alle im Garten oder machen vielleicht gerade Mittagsschlaf. Die Kirchenglocke läutete einmal, während wir draußen standen – keine Ahnung, warum mir das so im Kopf blieb.
Der Anstieg zurück klang schlimmer, als er war – danke, E-Motor. Treten musste ich zwar trotzdem, aber es fühlte sich eher wie ein cleverer Trick an. Auf dem Rückweg machten wir am Lago Santiago Halt; Paulo reichte mir eine Mandarine aus seinem Rucksack (seine Tante baut sie in der Nähe an). Sie schmeckte viel süßer als alles, was ich aus dem Supermarkt kenne – wahrscheinlich, weil ich sie mir verdient hatte oder weil alles anders schmeckt, wenn man müde und glücklich zugleich ist. Meine Beine waren zwar matschig, aber auf die gute Art: „Ich hab’s geschafft“-Gefühl inklusive.
Ja, alle Fitnesslevel sind willkommen, da die E-Bikes beim Bergauffahren unterstützen.
Die Tour ist als halbtägiges Erlebnis geplant, die Dauer kann je nach Gruppentempo variieren.
Ja, Helme und Handschuhe sind für alle Teilnehmer inklusive.
Du kannst auch solo buchen; die Tour findet ab zwei Teilnehmern statt, bestätigt 12 Stunden vor Start.
Nein, es gibt keine Mahlzeit, aber Snackpausen; eigene Verpflegung kannst du mitbringen.
Die Tour wird Schwangeren und Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen nicht empfohlen.
Treffpunkt ist der Hauptparkplatz von Sete Cidades; dort endet die Tour auch wieder.
Dein Tag beinhaltet ein E-Mountainbike, Helm, Handschuhe und einen bequemen Sattel – alles bereit am Treffpunkt in Sete Cidades. Geführt wirst du von einem lokalen Guide, der jeden Winkel des Vulkankraters und des Inneren kennt. Bring einfach Neugier mit (und vielleicht ein paar Snacks), bevor es zurück zum Startpunkt geht.
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