Du wanderst durch Madeiras Lorbeerwald entlang der Levada do Caldeirão Verde, folgst alten Wasserkanälen, tauchst in kühle Tunnel ein und erreichst einen versteckten grünen See mit Wasserfall. Morgens holt dich dein Hotel ab, bevor du mit hilfreichen Tipps vom Fahrer deine 16 km lange, selbstgeführte Tour startest – mit vielen Momenten, um einfach nur den Wald zu hören.
„Hast du das gehört?“ flüsterte mein Freund, als wir am Pico das Pedras aus dem Van stiegen – ehrlich gesagt, hatte ich die Vögel bis dahin gar nicht wahrgenommen. Unser Fahrer João grinste und zeigte auf ein kleines Rotkehlchen, das am Wegesrand hüpfte. Er erklärte uns kurz die Strecke (16 km, sagte er, aber „kein Stress – snackt ruhig am See!“) und dann ging’s los in den Lorbeerwald. Die Luft war kühl und irgendwie süßlich, wie nasse Blätter nach Regen, obwohl es erst früher Morgen war. Ich blieb immer wieder stehen, um das Moos an den alten Levadas zu berühren – viel weicher, als es aussieht.
Der erste Tunnel hat mich echt überrascht. Ich hatte davon gelesen, aber nicht damit gerechnet, wie dunkel es drinnen ist (meine Handytaschenlampe reichte kaum). Meine Schuhe schrammten über den feuchten Stein, und mein Freund lachte jedes Mal, wenn ich mir den Kopf stieß – was öfter passierte. Das Plätschern des Wassers neben uns war ständig zu hören, manchmal lauter als unsere Stimmen. Irgendwie beruhigend. Als wir endlich den Caldeirão Verde-See erreichten, wurde es still, bis auf den Wasserfall, der vor uns in die Tiefe stürzte. Wir setzten uns, aßen zerdrückte Sandwiches und starrten auf das grüne Wasser. Dieses Bild kommt mir immer wieder in den Sinn, wenn es zuhause mal wieder laut wird.
Ich hatte nicht damit gerechnet, unterwegs so viele andere Wanderer zu treffen – Einheimische mit ihren Hunden, ein deutsches Paar, das uns an einer Brücke Schokolade anbot (leider hab ich vergessen, wie sie hießen). Die gesamte Tour dauerte etwa fünf Stunden, weil wir ständig für Fotos und zum Durchatmen anhielten. Auf der Rückfahrt nach Funchal fragte João, ob wir Forellen in den Bächen gesehen hätten („die sind scheu“, meinte er). Ich hatte keinen einzigen Fisch entdeckt – vielleicht beim nächsten Mal.
Die Strecke ist etwa 16 km lang.
Der Weg beginnt am Pico das Pedras nach der Morgensabholung.
Ja, die Abholung am Morgen ist ab Funchal, Caniço oder Garajau inklusive.
Die Tour dauert je nach Tempo zwischen 4,5 und 5,5 Stunden.
Es handelt sich um eine selbstgeführte Wanderung; der Fahrer gibt vorab Tipps.
Snacks, Wasser, bequeme Schuhe und eine Taschenlampe für die Tunnel.
Du solltest mindestens mäßig fit sein; nicht geeignet bei Rückenproblemen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Dein Tag startet mit der bequemen Morgensabholung vom Hotel in Funchal, Caniço oder Garajau in einem klimatisierten Fahrzeug mit WLAN. Vor der selbstgeführten Wanderung entlang der Levada do Caldeirão Verde bekommst du wertvolle Tipps von deinem lokalen Fahrer, während du Madeiras grüne Wälder und Wasserfälle entdeckst.


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