Erkunde Lissabons verschlungene Gassen im privaten Tuk-Tuk mit einem lokalen Guide, der jede Wand und jeden versteckten Weg kennt. Erlebe Vhils’ steinerne Gesichter, Bordalo IIs riesige Mülltiere in der LX Factory und endlose Fliesenkunst am Campo de Santa Clara – dazu Geschichten aus den Vierteln, die kein Reiseführer erzählt.
Als erstes fiel mir das Geräusch des Tuk-Tuk-Motors auf – ein fröhliches Schnurren, das zwischen den engen Mauern von Lissabon widerhallte. Unsere Guide Joana winkte uns lachend zu und wir quetschten uns auf die Rückbank (okay, kein Luxus, aber genau das machte es irgendwie lustig). Kaum hatte ich mich orientiert, fuhren wir schon durch Alfama. Überall Fliesen, Wäsche, die über uns im Wind flatterte. Dann zeigte Joana auf eine Wand – Vhils’ eingraviertes Gesicht starrte aus dem Stein, fast ein bisschen traurig im Morgenlicht. Ich wollte ein Foto machen, fing aber hauptsächlich mein eigenes Spiegelbild im Fenster ein.
Wir sausten am Campo de Santa Clara vorbei, wo André Saraivas Wandbild scheinbar endlos ist – blaue und weiße Fliesen soweit das Auge reicht. Fliesen hatten mich nie wirklich interessiert, aber 53.000 davon in Reih und Glied zu sehen, hat etwas Hypnotisches. An einer Station erzählte Joana, dass manche Einheimische hier noch immer darüber streiten, ob Graffiti Kunst oder Vandalismus ist. Sie zuckte mit den Schultern und meinte: „Kommt drauf an, wen man fragt“ – typisch Lissabon irgendwie. Das Tuk-Tuk rumpelte über Kopfsteinpflaster, während wir zur LX Factory fuhren – plötzlich tauchte da eine riesige Biene von Bordalo II auf, komplett aus Metall- und Plastikmüll, größer als jede echte Biene. In der Nähe wurden Kastanien geröstet, der Duft mischte sich mit Abgasen und Meeresluft.
Ich dachte, ich hätte schon alle Wandbilder gesehen, doch dann bogen wir in eine neue Gasse ein oder fuhren an einem verlassenen Gebäude vorbei, das von Os Gémeos oder Blu in wilden Farben bemalt war – Namen, die ich vor diesem Street-Art-Trip in Lissabon noch nie gehört hatte. Einmal hielt Joana an, um mit einem älteren Mann zu sprechen, der auf der Feira da Ladra Bücher verkaufte; sie wechselte so schnell von Englisch zu Portugiesisch, dass ich kaum ein Wort verstand. Er lachte, als sie auf die bemalte Wand hinter ihm zeigte – vielleicht sieht er sie jeden Tag und nimmt sie gar nicht mehr wahr.
Am Ende war mein Handy fast leer vom vielen Fotografieren (und ja, auch von zu vielen Videos vom hüpfenden Tuk-Tuk). Die Stadt fühlte sich nach dieser Tour anders an – ein bisschen chaotischer, viel lebendiger. Manchmal sehe ich noch das eingravierte Gesicht aus Alfama vor mir, wenn ich an Lissabon bei Nacht denke.
Die Tour dauert etwa 2 Stunden.
Zu den Highlights gehören Werke von Vhils, Bordalo II, André Saraiva, Os Gémeos, Blu, Eric Il Cane, Sam3, Pichi&Avo, Eime und Mariana Dias Coutinho.
Die Tour beinhaltet privaten Transport, einen Hoteltransfer gibt es aber nicht automatisch; bitte beim Anbieter nachfragen.
Ja, alle Bereiche und Transportmittel sind rollstuhlgerecht.
Babys und Kleinkinder können im Kinderwagen mitfahren; Kinder unter 7 Jahren sind jedoch nicht erlaubt.
Du erkundest Alfama, Campo de Santa Clara nahe dem Feira da Ladra Markt, die Avenida Fontes Pereira de Melo, das Viertel Graça mit seinen Aussichtspunkten, den Campo de Ourique Markt und die LX Factory.
Bordalo II hat dort eine riesige Bienen-Skulptur aus Müllmaterialien geschaffen – ein Markenzeichen, das Umweltbewusstsein mit urbaner Kunst verbindet.
Ja, Assistenztiere sind willkommen.
Dein Tag umfasst privaten Tuk-Tuk-Transport durch Lissabons verwinkelte Straßen mit einem erfahrenen lokalen Guide, der dich zu den wichtigsten Wandbildern von Vhils & Bordalo II bringt, inklusive Stopps bei der LX Factory und dem Campo de Ourique Markt; die gesamte Tour ist rollstuhlgerecht, sodass alle bequem mitfahren können.


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