Mit dem offenen Bus fährst du an den Pazifikklippen von Lima vorbei, triffst die berühmten Katzen im Kennedy Park, berührst uralte Steine bei Huaca Pucllana und siehst abends die Fontänen des Magic Water Circuit tanzen – alles in deinem Tempo mit flexiblem Pass. Jeder Halt erzählt seine eigene Geschichte.
Als erstes spürte ich die Meeresbrise – salzig und frisch – als wir am Larcomar aufs Oberdeck kletterten. Die Sonne neigte sich schon gen Westen und tauchte das Einkaufszentrum auf der Klippe in goldenes Licht. Alle schienen halb abgelenkt vom Ausblick. Unsere Guide Ana wechselte mühelos zwischen Spanisch und Englisch, dass ich kaum merkte, wie schnell die Zeit verging. Sie zeigte auf die Surfer weit unten („valientes“, sagte sie), und ich dachte mir, so einen Blick auf Lima bekommt man zu Fuß nie.
Wir stiegen am Kennedy Park aus, weil jemand im Bus von den vielen Katzen dort erzählte. Es roch nach Churros und Abgasen – eine seltsame Mischung, aber irgendwie gemütlich. Ein Straßenkünstler zeichnete Paare gegen ein Trinkgeld. Mein Freund versuchte eine der Katzen zu streicheln, wurde aber komplett ignoriert; Ana lachte und meinte, die Katzen regieren hier den Park. Wir schlenderten zum nahegelegenen Kunsthandwerksmarkt – bunte Webarbeiten, Frauen, die leise auf Quechua feilschten. Ich kaufte einen kleinen Lama-Schlüsselanhänger, den ich bestimmt vor Ende der Reise verliere.
Mein Lieblingsstopp war wohl Huaca Pucllana. Die Lehmziegel fühlten sich rau an – so alt, dass ich mich für einen Moment winzig fühlte. Eigentlich wollten wir keine Führung machen, aber die Pyramiden sahen einfach zu spannend aus, um sie nicht zu verstehen. Der lokale Guide erklärte, wie die alten Kulturen Limas diese Bauwerke mitten in Miraflores errichteten. Es ist verrückt, so etwas Altes neben Glasfassaden und Straßenverkehr zu sehen.
Später stiegen wir wieder in den Bus Richtung Plaza San Martin – die Gebäude leuchteten im Abendlicht, weiße Säulen und Menschen, die aus Cafés strömten. Unser letzter Halt war der Magic Water Circuit; Kinder rannten durch die Fontänen, während Musik über den Park schallte (ich höre die Melodien manchmal noch). Wir blieben, bis unsere Haare vom feinen Sprühnebel nass waren und merkten dann, dass wir völlig die Zeit vergessen hatten – genau das macht den Charme dieses Hop-On Hop-Off Busses in Lima aus.
Die Busse fahren je nach Route alle 1,5 bis 2 Stunden.
Ja, an Bord ist ein zweisprachiger Guide (Spanisch und Englisch).
Du kannst zwischen 24-, 48- oder 72-Stunden-Pässen wählen.
Wichtige Haltestellen sind Larcomar, Kennedy Park, Huaca Pucllana, Plaza San Martin und Magic Water Circuit.
Ja, alle Busse bieten kostenloses WLAN an.
Ja, die Transportmittel sind rollstuhlgerecht.
Babys können mitfahren, müssen aber eventuell auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen; Kinderwagen sind erlaubt.
Nein, Eintrittsgelder sind nicht inklusive, nur der Transport.
Dein Tag umfasst unbegrenzte Fahrten mit klimatisierten Doppeldeckerbussen und kostenlosem WLAN; du kannst an jeder Haltestelle auf mehreren Routen bis zu 72 Stunden ein- und aussteigen. Ein zweisprachiger Guide erzählt unterwegs spannende Geschichten – ohne festen Zeitplan oder Zwangsgruppen.
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