Erkunde Rotterdams wilde Mischung aus Architektur und Geschichte – vom Radeln über die Erasmusbrücke bis zum Probieren von Stroopwafels in der Markthal. Mit einem lokalen Guide entdeckst du Geschichten, die du alleine nie hören würdest, und hast genug Zeit, das Stadtleben vom Fahrradsattel aus zu genießen.
Ich war ein bisschen nervös, als ich mein Fahrrad vor 1e Blekerhof 26 abschloss – mein Niederländisch ist quasi nicht vorhanden, und in der Stadt hatte ich schon lange nicht mehr Fahrrad gefahren. Doch unser Guide Sander lächelte nur und sagte: „Keine Sorge, Rotterdam ist für Fahrräder gemacht.“ Er winkte uns in den Strom der Radfahrer hinein (so viele Leute im Anzug auf zwei Rädern). Die Luft roch leicht nach Regen auf Beton – typisches niederländisches Wetter, scherzte Sander – und wir fuhren an den markanten Linien des Hauptbahnhofs vorbei. Hinter mir klingelte jemand mit der Glocke; es klang fast höflich.
Die Kubushäuser sahen aus der Nähe noch verrückter aus als auf Fotos – als hätte jemand gelbe Würfel auf der Straße verstreut und einfach liegen lassen. Wir hielten an der Markthal und stellten die Räder ab; drinnen drehte sich die Decke in einem wilden Strudel aus Früchten und Blumen. Sander zeigte auf eine Bäckerei hinter einem Käse-Stand („die besten Stroopwafels, falls ihr Hunger habt“). Ich probierte einen – klebriger Karamell, noch warm vom Eisen – und schlenderte durch das Stimmengewirr und die Gewürzdüfte des Marktes. Manchmal denke ich noch an diesen Geschmack zurück.
Später radelten wir über die Erasmusbrücke – der Wind schlug mir so heftig ins Gesicht, dass ich laut lachen musste (nicht gerade würdevoll). Der Fluss darunter war grau, aber voller Leben mit Booten. Am Kop van Zuid machten wir Halt beim Hotel New York; Sander erzählte von seiner Geschichte mit der Holland-Amerika-Linie. Draußen vor dem alten Bürogebäude hätte ich nicht viel erwartet, doch etwas berührte mich daran, sich vorzustellen, wie all diese Menschen in ein neues Leben über den Ozean aufbrachen.
Zum Schluss hielten wir an der Laurentius-Kirche, die irgendwie den Zweiten Weltkrieg überstanden hat, als fast ganz Rotterdam zerstört wurde. Sander wurde still, als er die Geschichte erzählte; man spürt noch heute, wie wichtig das hier ist. Unsere Gruppe blieb noch eine Weile, nachdem wir die Räder zurückgegeben hatten – keiner schien es eilig zu haben, gleich zu gehen.
Die Tour dauert etwa 2,5 Stunden, kann je nach Gruppentempo aber etwas länger sein.
Du siehst den Hauptbahnhof, die Kubushäuser, die Markthal (innen), die Erasmusbrücke, Kop van Zuid mit Hotel New York und die Laurentius-Kirche.
Ja, für jeden Teilnehmer ist ein bequemes Fahrrad mit Handbremse inklusive.
Die Gruppen sind auf maximal 15 Personen begrenzt, meist sind es etwa 8 Teilnehmer pro Tour.
Die Tour läuft bei jedem Wetter außer starkem Regen; bei Bedarf gibt es Regenponchos.
Treffpunkt ist 1e Blekerhof 26 im Zentrum von Rotterdam; bitte 10 Minuten vor Start da sein.
Ein Mittagessen ist nicht enthalten, aber es gibt eine Pause auf einem alternativen Foodmarkt, wo du Snacks und Getränke kaufen kannst.
Du solltest mindestens eine moderate Fitness haben, da das Radfahren durch die Stadt etwas Kondition erfordert.
Du bekommst ein bequemes Fahrrad mit Handbremse für die gesamte Tour durch Rotterdams Innenstadt und den neu gestalteten Hafenbereich, plus bei Bedarf einen Regenponcho für die typischen niederländischen Schauer. Ein professioneller lokaler Guide begleitet dich zu allen Stopps – von Markthal-Verkostungen bis zu Geschichten an der Laurentius-Kirche – und gibt persönliche Tipps für weitere Erkundungen nach der Tour.


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