Steig in Virpazar in ein traditionelles Holzboot und gleite mit einem lokalen Guide durch die Seerosenkanäle des Skadarsees. Genieße an Deck lokalen Wein, entdecke Burgruinen und seltene Vögel, und schwimme in tiefblauem Wasser umgeben von Bergen. Ruhig, manchmal lustig, immer echt – ein Tag, der lange in Erinnerung bleibt.
„Wenn du einen Pelikan siehst, darfst du dir was wünschen“, grinste unser Guide Luka, als wir am winzigen Steg von Virpazar aufs alte Holzboot stiegen. Er war gleich hier in der Nähe aufgewachsen – sein Dialekt sanft, seine Witze noch sanfter. Die Morgenluft war noch frisch, aber man roch schon das Schilf und das Flusswasser, und irgendwo in der Nähe brutzelte jemand Knoblauch fürs Mittagessen. Ich stolperte fast über meine eigenen Füße, als ich mich setzte – die Bänke wackelten mehr, als sie aussahen.
Wir glitten aus Virpazar hinaus und unter der niedrigen Brücke hindurch (Kopf einziehen, sonst gibt’s eine Beule), dann öffnete sich der See – glattes Wasser, bedeckt mit dichten Matten aus Wasserkastanien und Seerosen, alles wild verwoben. Luka zeigte auf die Insel Vranjina rechts und die zerklüfteten albanischen Berge im Dunst – er nannte sie „die Verfluchten“, was zwar dramatisch klingt, aber passt, wenn man sie so bedrohlich am Horizont sieht. Das Boot roch leicht nach Lack und altem Holz. Ich versuchte „Lesendro“ so auszusprechen wie er, hab’s aber wahrscheinlich verhauen; Luka lachte nur und schenkte uns jeder ein Glas lokalen Wein ein (süß, kalt, ehrlich besser als erwartet).
Die Burgruine wirkte einsam dort draußen – halb versunkene Steine im Sumpf, Kormorane saßen wie kleine Richter und beobachteten uns beim Vorbeigleiten. Ein Reiher flog so nah auf, dass ich erschrak und fast meinen Wein verschüttete. Für einen Moment herrschte eine seltsame Stille, nur Vogelgezwitscher und das Platschen des Wassers am Bootsrumpf. Wir passierten drei winzige Inseln, auf denen die Seerosen alles in weiße-gelbe Flecken tauchten; jemand meinte, es sähe aus wie ein Monet-Gemälde, aber für mich fühlte es sich eher an wie eine Postkarte, die man kaum glauben kann, dass sie echt ist.
Schwimmen war eigentlich nicht geplant – zuerst zögerte ich (das Wasser ist kälter, als es aussieht), aber als alle anderen sprangen, tat ich es auch. Man taucht auf, keuchend, umgeben von Bergen, die Sonne im Gesicht, fühlt sich gleichzeitig albern und glücklich an. Auf dem Rückweg schenkte Luka noch mehr Wein aus („für den Mut“, zwinkerte er). Ich lehnte mich an die Holzgeländer, nasses Haar tropfte auf mein Shirt, und dachte daran, wie still es hier war im Vergleich zum Lärm der Stadt zu Hause. Selbst jetzt denke ich manchmal an diesen Ausblick – nur Himmel, Wasser, Berge – und wie klein wir dort zusammen wirkten.
Die geführte Tour dauert etwa zwei Stunden ab Virpazar.
Ja, während der Tour gibt es Zeit zum Schwimmen im Skadarsee.
Ja, an Bord gibt es lokalen Wein und Saft.
Die Tour startet am Flusssteg in Virpazar, nahe dem Kingfisher-Infostand.
Ja, die Touren werden von einem englischsprachigen Guide begleitet und es gibt schriftliche Infos in mehreren Sprachen.
Ja, die Eintrittsgebühr für den Nationalpark Skadarsee ist im Preis enthalten.
Für alle Gäste stehen Schwimmwesten und Sicherheitsausrüstung bereit.
Nein, ein Transfer vom Hotel ist nicht enthalten; Gäste müssen selbst nach Virpazar kommen.
Dein Tag umfasst eine zweistündige geführte Bootstour ab Virpazar auf einem traditionellen Holzboot mit englischsprachigem Guide, der unterwegs Geschichten erzählt. Schriftliche Infos in mehreren Sprachen sind verfügbar. Für alle Gäste gibt es Schwimmwesten und Sicherheitsausrüstung. Genieße während der Fahrt kostenlosen lokalen Wein oder Saft. Die erforderliche Nationalparkgebühr für den Skadarsee ist ebenfalls inklusive – du musst nur am Steg bereit sein für dein Abenteuer.


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