Mit dem Rad durch die verwinkelte Altstadt Vilnius’ radeln, am Tor der Morgenröte Kerzen beobachten, ins kreative Užupis eintauchen und zu den Panorama-Aussichten hochfahren. Lachen, überraschende Details und echte Momente, die lange nachwirken, wenn du dein Rad abstellst.
Wir starteten direkt am Rand der Vilnius-Altstadt – dieses erste unsichere Wackeln auf dem Mietrad kennt wohl jeder. Unser Guide Tomas lächelte und meinte, keine Sorge, „es ist größtenteils flach, nur auf Kopfsteinpflaster achten“. Er hatte Recht. Die Luft roch leicht nach Roggenbrot, irgendwo in der Nähe muss eine Bäckerei sein (gefunden habe ich sie nie). Wir fuhren an der Bernhardinerkirche vorbei – diese gotischen Ziegel sahen aus wie ein seltsamer Kuchen – und Tomas erzählte von Mönchen, die hier früher Bier gebraut haben. Damit hatte ich nicht gerechnet.
Das Tor der Morgenröte tauchte plötzlich auf, voller Menschen, die Kerzen anzündeten oder einfach im Torbogen verweilten. So ein Ort, an dem man auch ohne Glauben spürt, dass etwas Besonderes in der Luft liegt. Ein stiller Moment, während wir dort standen, die Räder an der Wand lehnten und jemand drinnen sang. Dann wieder aufs Rad und hinein ins Užupis – das fühlte sich ehrlich gesagt wie eine ganz andere Stadt an. Überall Streetart, kleine Fahnen an den Fenstern, jemand verkaufte Honig aus einem Koffer. Tomas zeigte auf eine Tafel: „Du betrittst die Republik Užupis.“ Er lachte, als ich versuchte, den Namen richtig auszusprechen (ich hab’s wohl verhauen).
Wir fuhren zum Bastion-Hügel für den Blick über Vilnius – Dächer in allen Rot- und Brauntönen. Ein Windstoß kam auf und fast wäre mein Hut weggeflogen. Acht Kilometer klingt kurz, aber wir haben so viel erlebt: Universitätsinnenhöfe, die von Studentenstimmen widerhallen, bunt bemalte Sowjetbauten, und eine kurze Pause am Flussufer, wo zwei alte Herren schweigend angeln. Dieser Ausblick von oben bleibt mir im Kopf – Vilnius wirkte gleichzeitig groß und gemütlich.
Die Strecke ist etwa 8 km lang und führt durch Vilnius.
Ja, die Tour ist größtenteils flach und auf verkehrsarmen Straßen leicht zu fahren.
Du besuchst die Bernhardinerkirche, das Tor der Morgenröte, die Bastion der Stadtmauer, das Užupis-Viertel und die Universität Vilnius.
Ja, Fahrrad und Helm sind in deiner Buchung enthalten.
Es sind keine Mahlzeiten dabei, aber Wasser wird unterwegs bereitgestellt.
Ja, ein erfahrener lokaler Guide begleitet dich die ganze Zeit.
Ja, Kindersitze sind verfügbar, Kinder müssen aber von einem Erwachsenen begleitet werden.
Ein Regenponcho steht bei Bedarf zur Verfügung.
Dein Tag beinhaltet die Nutzung von Fahrrad und Helm (Kindersitze verfügbar), Wasser zur Erfrischung unterwegs, einen optionalen Regenponcho für unerwarteten Regen – und wird von einem professionellen lokalen Guide begleitet, der alle Abkürzungen und Geschichten kennt, während du die Highlights Vilnius’ mit dem Rad erkundest.


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