Besteige eine verlassene Dakota auf der Zeljava Airbase und tauche mit einem lokalen Guide in die geheimnisvollen Tunnel ein. Spüre die Atmosphäre des Kalten Krieges bei einem 3 Kilometer langen Spaziergang unter der Erde, begleitet von persönlichen Geschichten über geteilte Schicksale. Taschenlampen sind inklusive – für sichere Erkundungen und vielleicht den ein oder anderen Lacher.
Dein Tag beinhaltet den Eintritt zur Zeljava Airbase, eine geführte Wanderung durch 3 Kilometer unterirdische Tunnel sowie Zeit zum Erkunden der verlassenen Dakota – inklusive Taschenlampen, damit du auch in völliger Dunkelheit alles gut sehen kannst, bevor du zum Ausgangspunkt zurückkehrst.
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Nach dem Erkunden der Dakota fuhren wir langsam über die endlosen Start- und Landebahnen – ehrlich, die scheinen kein Ende zu nehmen. Der Wind pfiff durch die offenen Fenster, und man hörte ihn über den rissigen Beton heulen. Marko zeigte uns, wo die Piloten früher Vollgas gaben zum Start – für einen Moment versuchte ich mir vorzustellen, wie das wohl gewesen sein muss (wahrscheinlich ziemlich furchteinflößend). Dann bremste er ab, damit wir dieses seltsame, flugzeugförmige Loch im Hang entdecken konnten. Ab da wurde es richtig spannend – fast wie in einem Spionagefilm.
Bevor wir in die Tunnel gingen, bekamen wir Taschenlampen und warteten am Eingang, während Marko ein paar Sicherheitshinweise gab – nichts Dramatisches, einfach nicht ziellos umherlaufen oder komische Sachen anfassen. Die Luft war kühl und feucht, meine Schuhe quietschten auf dem Betonboden. Es war stockdunkel, abgesehen vom Licht unserer Lampen, das von Wänden mit Graffiti und alten kyrillischen Schildern reflektierte. Marko erzählte von Arbeitern aus verschiedenen Regionen – Serben, Kroaten, Bosniaken – die hier zusammenarbeiteten, bis der Krieg alles zerstörte. Man merkte, dass ihn das noch belastet. Für einen Moment herrschte Stille, die so schwer wog, dass ich sie heute noch spüre.
Wir liefen ungefähr eine Stunde lang die drei Kilometer unterirdisch (ich verlor völlig das Zeitgefühl). Als wir wieder ans Tageslicht kamen, wirkte alles fast zu hell nach der Dunkelheit. Zurück bei der Dakota versuchte jemand, „Danke“ auf Kroatisch zu sagen – klang eher nach Kauderwelsch, aber Marko grinste nur und zuckte mit den Schultern, als hätte er Schlimmeres gehört. Manchmal denke ich noch an diese Tunnel – wie kalt es dort war und wie viel Geschichte einfach dort unten zurückbleibt.
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