Erlebe eine Motorradtour entlang der dalmatinischen Küste von Split bis zum Nationalpark Krka mit einem lokalen Guide. Halte in Trogir und Šibenik für Kaffee und Gebäck, schwimme unter den Wasserfällen und genieße ein authentisches kroatisches Mittagessen auf dem Rückweg – Erinnerungen, die lange bleiben.
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Alle Bewertungen lesen ›„Du riechst das Meer, bevor du es siehst“, grinste Ivan, als er mir vor dem Desmo Adventure Büro in Split den Helm reichte. Er hatte recht – dieser salzige Duft kam zuerst, noch bevor die Motoren aufheulten. Wir tranken starken Kaffee in einem winzigen Café nebenan (der alte Herr hinter der Theke zwinkerte, als ich versuchte, Kroatisch zu sprechen), dann erklärte Ivan die Route: entlang der Küste, durch die engen Gassen von Trogir, vorbei am verschlafenen Marina und weiter Richtung Primošten. Die Bikes – eine Ducati für mich, eine BMW für meinen Freund – fühlten sich schwerer an als erwartet, aber sobald wir losfuhren, passten sie perfekt.
Die Straße schmiegte sich so nah an die Adria, dass ich die Möwen über dem Motor hören konnte. In Primošten machten wir Halt, um einen Hügel oberhalb der Stadt zu erklimmen; ehrlich gesagt war ich außer Atem, tat aber so, als würde ich die Aussicht länger genießen, nur um sie besser aufzunehmen. Die Inseln darunter sahen aus, als hätte jemand grüne Münzen in blaues Glas geworfen. In Šibenik zeigte Ivan auf eine Kirche, in der seine Cousine geheiratet hatte („Alle haben geweint – sogar mein Onkel, der sonst nie weint“). Zeit blieb auch, durch die gepflasterten Straßen zu schlendern und in einer Bäckerei etwas Süßes zu kaufen, die nach warmem Teig und Zitronenschale duftete.
Am frühen Nachmittag erreichten wir Skradin und nahmen ein Boot flussaufwärts in den Nationalpark Krka. Die Luft veränderte sich – kühler, voller Kiefern und Flussspritzern. Eigentlich hatte ich nicht vor, unter den Wasserfällen zu schwimmen, aber am Ende watete ich doch hinein; das Wasser war so kalt, dass man laut lachen musste. Auf dem Rückweg schlug Ivan einen Umweg über den Boraja-Berg zum Mittagessen vor („Wenn du echten Hunger hast, nicht auf Touristenessen“). Wir aßen langsam gegarten Lammbraten mit Brot, das vom Feuer einen rauchigen Geschmack hatte. Lustig, was einem im Gedächtnis bleibt – nicht nur die Landschaft, sondern kleine Details: Fett an den Händen vom Helmjustieren oder wie still es wurde, nachdem wir die Motoren in einem kleinen Dorf ausgemacht hatten, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe.
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